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Impfen hat zunächst in Kliniken und Pflegeheimen begonnen.
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Impfen hat zunächst in Kliniken und Pflegeheimen begonnen.

Covid

Impfstoff reicht am Höchster Klinikum nicht für alle

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Am Klinikum Höchst hat man sich mit der Menge des Impfstoffs verkalkuliert. Die Pflegerin ist sauer.

Aufregung am Klinikum in Frankfurt-Höchst: Eine Mitarbeiterin ist sauer, weil sie bei der Corona-Impfung leer ausging. Er habe sich verkalkuliert, sagt Peter-Friedrich Petersen der Frankfurter Rundschau auf Anfrage. Der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme organisiert die Impfung der Belegschaft. Das vorhandene Serum habe nicht ausgereicht, so dass zehn Personen hätten leer ausgehen müssen. „Das ärgert mich zutiefst und tut mir total leid.“

Die Krankenschwester hingegen wirft ihm vor, das Serum an Leute verabreicht zu haben, die – anders als sie – nicht in der Versorgung von Corona-Patient:innen eingesetzt seien. Mitarbeiter der Verwaltung, seien darunter gewesen, des Sekretariats, des Betriebsrats sowie Ärzte und Pfleger:innen aus anderen Abteilungen. Das sei „völliger Unsinn“ erwidert Petersen. Oberste Priorität genössen jene, die in der Covid-Abteilung arbeiten - speziell Pflegekräfte wegen der körperlichen Nähe. Und jene, die mit „Hochvulnerablen“ arbeiteten, etwa in der Onkologie. 410 Leute in dieser Kategorien habe das Klinikum identifiziert.

Die ersten 228 habe sein Team innerhalb von 24 Stunden bereits mit der ersten Spritze versorgen können. „Alles ist klar auf der Impfliste dokumentiert.“ Wie der Arzt weiter ausführt, handelt es sich um einen Kraftakt mit vielen Unbekannten. Zunächst sollte Höchst nur 30 Impfdosen erhalten. Am Sonntag waren es plötzlich weitere 200. Kolleg:innen seien extra aus dem Urlaub gekommen, um bei der Aktion zu helfen. Und: „Nächste Woche kommt die nächste Lieferung.“

Zeitplan

Am 27. Dezember haben die Impfungen begonnen. Priorität genießen Bewohner:innen und Beschäftigten in Pflegeheimen sowie ambulanter Pflegedienste. Außerdem Mitarbeiter:innen in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Covid-19-Expositionsrisiko oder die Personen behandelt, für die eine Infektion ein Todesrisko darstellt.

Im zweiten Schritt kommen alle über 80-Jährigen in Impfzentren an die Reihe. Bei körperlichen Beeinträchtigungen kommen mobile Impfteams nach Hause. Wann steht noch nicht fest.

Anmeldungen telefonisch oder online sind erforderlich, aber derzeit noch nicht möglich. jur

Dann wird die verärgerte Pflegerin wohl auch zum Zug kommen. Aus Angst vor Repressalien seitens ihres Arbeitgebers wolle sie anonym bleiben, schrieb sie der Frankfurter Rundschau am Mittwoch. Sie sei Krankenschwester und arbeite größtenteils auf der Corona-Intensiv. „Ich war bereits zum ersten Lockdown fast durchgehend auf dieser Station eingeteilt und bin es seit dem zweiten Lockdown ebenso.“

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission und des Gesundheitsministeriums falle sie unter die Gruppe A, die als erste geimpft werden soll. Das Klinikum habe einen Plan erstellt, wann wer geimpft wird. Als sie zum verabredeten Termin eintraf, habe man ihr gesagt, es gebe keine Impfdosen mehr. Der Grund sei ein „Planungsfehler“.

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