Verkehr

Frankfurt: RTW kostet 1,1 Milliarden Euro

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Die Kosten für die Regionaltangente West erhöhen sich deutlich. Auch Frankfurt muss Mehrkosten tragen.

Die Kosten für die Regionaltangente West, eine geplante Bahnstrecke im Norden, Westen und Süden von Frankfurt, erhöhen sich von 376 Millionen Euro (Stand 2009) auf 1,1 Milliarden Euro (Stand 2019). Das geht aus einem Vortrag des Frankfurter Magistrats hervor. Zuletzt waren vonseiten der RTW-Planungsgesellschaft mögliche Gesamtkosten in Höhe von rund 450 Millionen Euro genannt worden.

Die Kostensteigerung begründete Horst Amann, Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, wie folgt: Die Zahl von 2009 sei nicht valide gewesen. Damals habe keine Vorplanung existiert. Nun liege die Entwurfsplanung vor. In den Gesamtkosten von 1,1 Milliarden Euro seien Baukosten (720 Millionen Euro), Planungskosten (101 Millionen Euro), die mögliche Baupreissteigerung bis 2021 (68 Millionen Euro) und „20 Prozent für Unvorhergesehenes“ (144 Millionen Euro) enthalten. Auf die Stadt Frankfurt, Gesellschafter der RTW, kommen Mehrkosten in Höhe von 152 Millionen Euro zu. Diesen müssen die Stadtverordneten noch zustimmen. Wie aus der Vorlage hervorgeht, liegt der Nutzen-Kosten-Wert bei 1,16, das heißt, der Nutzen ist 16 Prozent höher als die Kosten. Daher fördern Bund und Land das Projekt aller Voraussicht nach; der Bund mit 60 Prozent, das Land mit 27,5 Prozent. 2025/2026 sollen die ersten Züge fahren . fle

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