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Frankfurt: Koreanischer Garten öffnet wieder

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Von: Thomas Stillbauer

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Immerhin: Teich, Grün und Meditation sind von Freitag an wieder im Koreanischen Garten zu haben.
Immerhin: Teich, Grün und Meditation sind von Freitag an wieder im Koreanischen Garten zu haben. © Grünflächenamt

Doch fünf Jahre nach der Brandanschlagsserie sind längst nicht alle Wunden verheilt. Ein wichtiger Teil des Wiederaufbaus fehlt noch.

Im Frühjahr vor fünf Jahren brannte der Morgentau-Pavillon im Koreanischen Garten am Grüneburgpark. Da ahnte noch niemand, dass dies der Beginn einer ganzen Serie von Brandstiftungen an Holzbauten sein würde: der Chinesische Garten, eine Kindertagesstätte, der Goetheturm. Die meisten Wunden der ungesühnten Taten sind inzwischen versorgt – doch der Pavillon im Koreanischen Garten wartet bis heute auf Heilung.

Immerhin: An diesem Freitag, 10. Juni, wird wenigstens der Garten wiedereröffnet – vorläufig, bis die Bauarbeiten am Morgentau-Pavillon und der ebenfalls beschädigten Pflaumenlaube endlich beginnen. Darauf hatte der Ortsbeirat 2 schon im Oktober gedrungen. „Wir sind sehr unzufrieden, dass das so lange dauert“, hieß es seinerzeit.

Vor und nach dem Feuer

2005 als Teil der Gastland-Präsentation Südkoreas zur Frankfurter Buchmesse erbaut, machte der Koreanische Garten schon vor dem Brand Sorgen. Reparaturen verzögerten sich. Nach dem Feuer gab es aufwendige Abstimmungen zwischen koreanischen Fachleuten und der Stadtverwaltung, ehe Corona die Bemühungen um den originalgetreuen Wiederaufbau vollends zum Erliegen brachten. Reisen mussten abgesagt, Pläne verschoben werden. „Erst vor wenigen Wochen hatte die federführende südkoreanische Delegation für die Wiederherstellung der beiden Pavillons die Möglichkeit, den Schaden zu begutachten“, berichtet das Grünflächenamt. Weil mit weiteren Verzögerungen zu rechnen sei, werde zumindest der Garten schon einmal geöffnet. Die beschädigten Bauwerke bleiben aus Sicherheitsgründen abgesperrt, was den Gesamteindruck trübt.

Kosten: etwa eine halbe Million

Vor zwei Jahren hatte der Magistrat die Pläne zum Wiederaufbau gebilligt. Kosten: eine halbe Million Euro. Die Republik Korea steuert 150 000 Euro bei; das Geld war auch für die bereits geleisteten Arbeiten am Außenbereich gedacht.

Seiner Funktion, wie in Korea als Rückzugs- und Erholungsort zu dienen, soll der Garten schon jetzt wieder gerecht werden. „Die Gliederung des Gartens spiegelt die vier Jahreszeiten aus philosophischer Sicht“, erläutert das Grünflächenamt: im Haupteingangsbereich der Frühlingsgarten, am Morgentau-Pavillon mit seinem großen Teich der Sommergarten. An der höchstgelegenen Stelle liegt der Herbstgarten, und im Wintergarten mit dem kleinen Teich und der Pflaumenlaube trifft man sich zu Gesprächen – theoretisch.

Öffnungszeiten: Juni bis 31. August von 7.30 bis 21 Uhr; September bis 31. Oktober von 7.30 bis 19 Uhr.

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