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Mit einem Streichquintett von Antonin Dvorák wird die Konzertreihe eröffnet. privat
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Mit einem Streichquintett von Antonin Dvorák wird die Konzertreihe eröffnet. privat

Kultur

Frankfurt: Konzerte nach der Stille

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Das Opern- und Museumsorchester setzt die „Mahnwache Musikkultur live“ in der St. Katharinenkirche fort – und sammelt mit den Konzerten Spenden für freie Musiker:innen

Im Corona-Frühsommer 2020, also vor ziemlich genau einem Jahr, initiierten der Frankfurter Verein „Pro Musica“ und Christoph Gotthardt vom Staatlichen Schulamt die „Mahnwache Musikkultur live“, um auf die schwierige Lage von Musikerinnen und Musikern in der Pandemie aufmerksam zu machen. Am 20. Juni 2020 eröffnete Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Reihe, in Folge traten einmal pro Woche verschiedene Ensembles und Solist:innen in der Paulskirche auf und spielten dort kostenlose Konzerte.

Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester möchte daran nun anknüpfen: Auf sein Betreiben hin wird nach der coronabedingten Aufführungspause die „Mahnwache Musikkultur live“ fortgesetzt. „Wir wollen ein Zeichen setzen und zeigen, dass Musik ein absolut unverzichtbarer Bestandteil des Lebens und der Stadtgesellschaft ist“, sagt Regine Schmitt vom Orchestervorstand, der die Reihe diesmal organisiert. Veranstalter ist der Verein Museumsorchester, Kooperationspartner sind die Frankfurter Museums-Gesellschaft und die Oper Frankfurt. Und auch der Ort ist ein anderer: Statt der Paulskirche ist die St.-Katharinen-Kirche an der Hauptwache Spielstätte der musikalischen Mahnwache.

Vom 15. Juni an spielen dort immer dienstags von 13.15 Uhr bis 14 Uhr Mitglieder des Opern- und Museumsorchesters Kammermusik in verschiedenen Formationen für maximal 100 Gäste. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Bis voraussichtlich 20. Juli soll die Reihe laufen. Vorstellbar sei, sie nach der Sommerpause im September weiterzuführen, je nach Pandemiegeschehen und Bedarf. „Kulturschaffende sind ja mittlerweile traumatisiert und trauen sich kaum noch, etwas zu planen“, sagt Schmitt.

Die vergangenen 14 Monate stellten eine „historische Zäsur“ dar. Es sei deutlich geworden, dass Streaming- und andere Online-Angebote zwar helfen könnten, die Zeiten geschlossener Konzertsäle, Bühnen und Ausstellungen zu überbrücken. „Aber sie können kein Live-Erlebnis ersetzen.“ Die Geigerin ist überzeugt: „Kunst und Kultur sind eben doch systemrelevant – um hier mal diesen überstrapazierten Begriff zu bemühen.“

Das sieht die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), die die Schirmherrschaft übernommen hat, ähnlich: „Die Konzertreihe verweist auf die gesellschaftliche Unverzichtbarkeit von Musikkultur, insbesondere in Zeiten der Covid-19-Pandemie.“ Weil das kulturelle Leben noch immer eingeschränkt sei, solle Livemusik öffentlich und allgemein zugänglich sowie an zentral gelegenen Orten erklingen, „dort, wo sonst Stille herrschen würde“.

INFOS und termine

www.oper-frankfurt.de
www.museumsorchester.de

Zum Auftakt am Dienstag, 15. Juni, steht unter anderem das Streichquintett G-Dur op. 77 von Antonin Dvorák auf dem Programm. Es spielen Ingo de Haas, Jörg Hammann (Violine), Philipp Nickel (Viola), Mikhail Nemtsov (Violoncello) und Bruno Suys (Kontrabass). Es gilt das Hygienekonzept der Katharinenkirche. Die Musiker:innen spielen ehrenamtlich, also ohne Honorar.

Die eingehenden Spenden sollen jeweils zur Hälfte dem Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung zur Unterstützung soloselbstständiger Musiker:innen zugutekommen sowie dem Verein Pro Musica, der ohne regionale Beschränkung Kindern und Jugendlichen dabei hilft, ein Instrument zu erlernen. Zudem setzt sich Pro Musica dafür ein, dass klassische Musik für Menschen aller sozialen Schichten erlebbar ist und bleibt.

Weitere Informationen und Termine:

www.oper-frankfurt.de

www.museumsorchester.de

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