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Die Polizei bei der Fahrzeugkontrolle in der Hochstraße/Neue Mainzer Straße.
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Die Polizei bei der Fahrzeugkontrolle in der Hochstraße/Neue Mainzer Straße.

Verkehr in Hessen

Polizei geht in Frankfurt gegen „Car-Freitag“ vor

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Polizei nimmt in Frankfurt verdächtige Fahrzeuge an neuralgischen Punkten unter die Lupe.

Untermainkai, Karfreitag, 15.50 Uhr. Ein Pulk von Autofahrern in offenen Fahrzeugen fängt plötzlich an zu hupen, einer der Fahrer gibt mehrmals lautstark Gas. Die vielen Menschen rund um den Eisernen Steg schauen verdutzt, einige schütteln den Kopf. Solch übermütige Autofahrer und Poser müssen die Menschen in der Innenstadt immer wieder ertragen. Die Polizei geht, so gut es geht, dagegen vor, auch am Karfreitag, der in der Szene der Poser, Tuner und Raser gerne „Car-Freitag“ genannt wird. Der Spuk am Untermainkai ist nach ein paar Sekunden wieder vorbei – das zeigt, wie schwer es ist, solche Ruhestörer zu fassen.

Während eines landesweiten Aktionstages hat die Polizei am Nachmittag an vier Örtlichkeiten in der Stadt Kontrollstellen aufgebaut. Zusätzlich ist die spezialisierte Kontrolleinheit Kart mit Fahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs. In der Hanauer Landstraße hat die Polizei im Innenhof eines Discounters Stellung bezogen und kontrolliert kurz hinter dem Ratswegkreisel den Verkehr stadteinwärts. Eine weiter stadtauswärts postierte Streife liefert über Funk Hinweise auf verdächtige Autos oder Autofahrer:innen, die sich nicht an die Verkehrsregeln gehalten haben. Am Kontrollposten selbst steht die Polizei gut getarnt. „Wenn wir uns da mit gelben Warnwesten an die Straße stellen, fährt niemand mehr zu schnell oder lässt den Motor aufheulen“, erklärt der Einsatzleiter. Die Autoszene sei über soziale Medien gut vernetzt. Viel los ist auf der Hanauer Landstraße ohnehin nicht, ein Polizeisprecher nennt dies später „den üblichen Ausflugsverkehr“.

Frankfurt: Polizei geht gegen „Car-Freitag“ vor

Die Kontrollgruppe in der Innenstadt hat schon mehr zu tun. Zwei Beamte haben sich in der Hochstraße kurz hinter dem Opernplatz postiert und melden Verstöße an die Kontrollstelle einige Meter weiter. In der Kontrollbucht stehen meist mehrere Fahrzeuge gleichzeitig. In den meisten Fällen sind es aber „nur“ Handy- oder Gurtpflichtverstöße sowie moderate Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Der Fahrer einer Harley Davidson kommt sogar mit einer Ermahnung davon. Zunächst mal ist seine Maschine so laut, dass er sie ausmachen muss, um den Beamten zu verstehen. Dann erklärt ihm dieser, es sei nicht notwendig, die Maschine in der Stadt aufheulen zu lassen.

Ein anderer Motorradfahrer hat weniger Glück. Er ist offensichtlich bei Rot über die Ampel gefahren und wird von einem Streifenwagen verfolgt. Er versucht sich noch der Kontrolle zu entziehen, sieht, dass er auf dem Radweg nicht weiterkommt und stoppt seine Maschine in einer Parkbucht. Dabei stürzt er allerdings mit seiner Maschine. Zwei Beamte helfen ihm auf, doch die Maschine muss er genau dort stehen lassen, da er keine Papiere dabei hat.

Spektakuläre Verstöße registriert die Polizei in der Nachmittags-Session nicht. Auf dem Airportring werden ein paar Gramm Gras sichergestellt, in der Friedberger Landstraße ein motorbetriebenes Kettcar ohne Straßenzulassung. Am Abend sollte weiter kontrolliert werden, hieß es. (Oliver Teutsch)

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