Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Auf dem Mainkai fahren wieder Autos.
+
Auf dem Mainkai fahren wieder Autos.

Kommunalwahl Frankfurt

Frankfurt: Mehrheit für Mainkai-Sperrung

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Der Wahl-Kompass der FR zeigt klares Ergebnis – auch bei der Klientel von CDU und FDP.

Der Mainkai soll wieder für Autos gesperrt werden. Das sagt die überwiegende Zahl von Menschen, die in den vergangenen Wochen den Wahl-Kompass der Frankfurter Rundschau genutzt haben. Interessant dabei: Auch bei potenziellen Wählerinnen und Wählern von CDU und FDP gibt es eine Mehrheit für die Sperrung.

Den Wahl-Kompass hatte die Universität Münster der FR zur Verfügung gestellt. Die Parteien und Wahlvorschläge, die bei der Kommunalwahl antreten, sollten zu 30 Thesen Stellung nehmen. Darunter auch: „Der Mainkai soll wieder für Autos gesperrt werden.“ Die mehr als 25 000 Menschen, die den Wahl-Kompass bisher genutzt haben, klickten ebenfalls an, ob sie der These voll zustimmen, zustimmen, ihr neutral gegenüberstehen, ihr nicht zustimmen oder ihr überhaupt nicht zustimmen. Freiwillig konnten die Nutzerinnen und Nutzer ihre Daten angeben und dabei auch erklären, welcher Partei sie nahestehen. 9000 Menschen waren dazu bereit.

Frankfurt: Das Thema Mainkai-Sperrung könnte bei der Kommunalwahl entscheidend sein

Die Nutzerinnen und Nutzer unter ihnen, die nach eigenen Angaben der Linke nahestehen, sprechen sich besonders energisch für die Sperrung aus. 79,7 Prozent forderten sie. Es folgen die Anhänger:innen der Grünen mit 78,8 Prozent und der SPD (71,1 Prozent). Unter den Wählerinnen und Wählern, die erklärten, der CDU nahezustehen, lag die Zustimmung für die Sperrung bei 46,1 Prozent. Aber: Nur 42,1 Prozent von ihnen lehnten eine Sperrung ab, der Rest verhielt sich neutral. Ähnlich fällt das Resultat bei der Anhängerschaft der FDP aus: 49,3 Prozent stimmten für, 39,2 Prozent gegen die Sperrung.

Die Frage, ob auf dem Mainkai wieder Autos fahren dürfen, könnte bei der Kommunalwahl durchaus entscheidend sein. Vor allem könnte sie in Koalitionsverhandlungen eine wichtige Rolle spielen.

Zum Wahl-Kompass

Frankfurt: Mainkai im Modellversuch für ein Jahr gesperrt

Die knapp 1000 Meter lange Strecke am nördlichen Mainufer war in einem Modellversuch für ein Jahr gesperrt worden. Dagegen regte sich vor allem in Sachsenhausen Widerstand, da sich der Verkehr zunächst in den Süden der Stadt verlagerte (und nicht wie zunächst befürchtet auf die Berliner Straße).

Nach einem Jahr ging der Versuch ohne Ergebnis zu Ende. Zwischendurch hatte die Corona-Krise dafür gesorgt, dass sich die Mobilität der Menschen drastisch verringerte, so dass eine Auswertung kaum möglich erschien.

Die CDU bestand darauf, die Sperrung nach dem Modellversuch wieder aufzuheben.

SPD und Grüne hätten das mit Stimmen der Linken und anderer Gruppen im Stadtparlament verhindern können, taten es aber nicht, da damit die schwarz-rot-grüne Römer-Koalition vermutlich beendet gewesen wäre. (Georg Leppert)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare