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Frankfurt: Kommt die Europäische Schule an den Kaiserlei?

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Von: Georg Leppert

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Nördlich von Oberrad könnte die Europäische Schule gebaut werden – hofft der Regionalverband Kleingärtner.
Nördlich von Oberrad könnte die Europäische Schule gebaut werden – hofft der Regionalverband Kleingärtner. © christoph boeckheler

Kleingärtner unternehmen einen Vorstoß zur Rettung der Gärten am Ratsweg. Im Römer stoßen sie auf Skepsis.

In der Debatte um den Neubau der Europäischen Schule hat der Regionalverband Kleingärtner Frankfurt/Rhein-Main einen Vorschlag gemacht, um die Gärten am Ratsweg zu erhalten. Demnach soll die Schule am Kaiserlei-Kreisel unterkommen – auf dem Gelände, auf dem einst eine Multifunktionsarena geplant war. Aus der Politik kommen wenig ermunternde Signale,

Eine Machbarkeitsstudie, die die Europäische Zentralbank in Auftrag gegeben hat, gelangt zu dem Ergebnis, dass der Ratsweg als dringend benötigter neuer Standort für die Schule in Frage kommt. Allerdings müssten dann 44 Kleingärten weichen.

Das ist für Oliver Lang, Vorsitzender des Regionalverbands der Kleingärtner:innen, nicht akzeptabel. Er schlägt vor, die Schule auf einer Fläche zu bauen, die im Norden von der Gerbermühlstraße und im Osten von der Kaiserleipromenade begrenzt wird. „Hier wird niemand gestört: keine Schausteller, keine Kleingärtner, keine Anwohner, keine Messe, schlichtweg niemand“, argumentiert Lang und nimmt Bezug auf Ausweichpläne für die Dippemess. Die würde vom Ratsweg auf einen Platz an der Messe verlegt.

Simon Witsch, planungspolitischer Sprecher der SPD im Römer, findet es richtig, dass sich die Kleingärtner:innen Gedanken über einen alternativen Standort für die Schule machten. Das von Lang vorgeschlagene Gelände sei mit viereinhalb Hektar aber zu klein. Die Schule benötige sechs Hektar. Witsch plädiert dafür, den Standort Ratsweg weiterzuverfolgen – unter der Maßgabe, dass möglichst viele Gärten erhalten bleiben müssen.

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