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Der Mainkai soll von 19 bis 6 Uhr und am Wochenende für Autos gesperrt werden.
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Der Mainkai soll von 19 bis 6 Uhr und am Wochenende für Autos gesperrt werden.

Mobilität

Frankfurt: Koalition plant Umbau von Straßen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Koalition in Frankfurt will Straßen umbauen und dabei den Kfz-Verkehr reduzieren. Grundlage ist das Programm „Stadt am Main“.

Die Koalition in Frankfurt will die Straßen in der Innenstadt und in Teilen von Sachsenhausen weitgehend umbauen. Wer zu Fuß geht, Rad fährt und Waren liefert, soll mehr Platz bekommen. Im Gegenzug sollen Fahrspuren wegfallen. Mehr Raum soll es für Bäume, Bänke, Grünflächen geben. Wer mit dem Auto einen Parkplatz sucht, soll ins Parkhaus fahren, weil es weniger Kurzzeitparkplätze am Straßenrand geben wird.

Die Grundlage des Umbaus ist das Programm „Stadt am Main“. So steht im es Koalitionsvertrag von Grünen, SPD, FDP und Volt. „Wir setzen auf Grundlage des Programms ‚Stadt am Main‘ ein Verkehrs- und Entwicklungskonzept gemeinsam mit den Bürger:innen und in Absprache mit den Ortsbeiräten um“, heißt es darin. Und weiter: „In autoarm geplanten Gebieten setzen wir auf Tempo 20 als Regelgeschwindigkeit, um die störungsfreie Vermischung von Auto und Radverkehr zu ermöglichen – den Anfang machen wir im Rahmen der Umsetzung des Konzepts ‚Stadt am Main‘ mit einem Modellversuch.“

Tempo 20 in Nebenstraßen

Das Programm „Stadt am Main“ hatten die Grünen schon im Sommer 2020 vorgestellt. Es umfasst die Innenstadt vom Hauptbahnhof bis zur Obermainanlage mit Anlagenring sowie analog dazu Sachsenhausen vom Main bis zur Mörfelder Landstraße.

Das Programm gliedert sich in mehrere Stufen. Zunächst soll die Geschwindigkeit für Kfz reduziert werden. Auf Hauptstraßen gilt Tempo 40, in Nebenstraßen generell Tempo 30. In ausgewählten Nebenstraßen, wo nur Anliegerinnen und Anlieger, Parkhaussuchende und Lieferdienste fahren dürfen, ist Tempo 20 vorgesehen. So steht es auch im Koalitionsvertrag. Die Kurzzeitparkplätze am Straßenrand sollen wegfallen, ausgenommen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Lieferverkehr.

Der Flohmarkt könnte wieder auf den Mainkai kommen

Der Großteil des motorisierten Individualverkehrs in der City und im nördlichen Sachsenhausen sei auf Pendler:innen-, Einkaufs- und Durchgangsverkehr zurückzuführen, heißt es im Programm. Es wird darauf verwiesen, dass es schon jetzt mehr als 10 000 Parkplätze in den Parkhäusern gibt.

Speziell am Mainkai sieht der Koalitionsvertrag vor, die Straße im Rahmen eines Gesamtkonzepts in dieser Wahlperiode autofrei zu machen. Noch in diesem Jahr soll die dritte Fahrspur wegfallen. Zwei Radstreifen werden abmarkiert. Die Straße wird von 19 bis 6 Uhr und an Wochenenden für Kfz gesperrt. Es gilt Tempo 30. Geprüft wird, ob der Flohmarkt alle zwei Wochen unter Einbeziehung des Römerbergs und der Fahrgasse auf dem Mainkai stattfinden kann. Ab 2022 wird der Mainkai in den Schulferien gesperrt und bespielt.

Für den Nahverkehr sieht das Programm „Stadt am Main“ Straßenbahnlinien in der Darmstädter Landstraße und von der Untermainbrücke über den Reuterweg zum Uni-Campus Westend vor. Im Koalitionsvertrag heißt es, eine Verlängerung der A-Strecke mit U 1, U2, U3 nach Süden und alternativ eine Straßenbahn auf der Darmstädter Landstraße soll geprüft werden. Alle Busse sollen laut Koalitionsvertrag bis 2030 emissionsfrei fahren. Park-and-Ride-Plätze und Mobilitätsstationen sollen den Umstieg vom Kfz erleichtern. Der Radentscheid wird umgesetzt. Eine Ansprechstelle für den Fußverkehr wird geschaffen. Bestandsbäume werden geschützt, neue Bäume gepflanzt.

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