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Insolvent: das St. Elisabethen-Krankenhaus.

Wirtschaft

Klinikbetreiber zeigt sich zuversichtlich

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Das Elisabethenkrankenhaus soll erhalten bleiben. Das Seniorenzentrum und die Pflegeschule sind nicht im Fokus der Sanierung.

Der Träger des Elisabethenkrankenhauses, Katharina Kasper Via Salus, wird die Gehälter der Mitarbeiter auch nach dem 31. März bezahlen können und den Standort wie bisher weiterführen. Das erklärte die zuständige Kommunikationsagentur auf Nachfrage. Noch bis Ende März werden die Gehälter und Löhne durch die Agentur für Arbeit garantiert.

Ziel sei es weiterhin, den Standort und die Arbeitsplätze zu erhalten. Nach Unternehmensangaben ist das Elisabethenkrankenhaus mit 664 Mitarbeitern die größte von fünf Kliniken, die zur Gruppe gehören. Allerdings weisen vier der fünf Häuser Defizite auf. Sanierungs-Geschäftsführer Reinhard Wichels hatte das Frankfurter Krankenhaus als wichtigen Standort und eigentlich unverzichtbar für das Unternehmen bezeichnet. Dies hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Ein Sanierungskonzept für den einzigen hessischen Standort wird für Ende März erwartet.

Die Stimmung der Mitarbeiter am Elisabethenkrankenhaus sei momentan verhalten, aber gut, berichtete Klaus Mongel, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, auf FR-Nachfrage. Anfangs habe die Angst bestanden, dass das Insolvenzverfahren mit einem Bankrott gleichzusetzen sei, „was definitiv falsch ist“, sagte Mongel. Man wolle weiterhin dem Versorgungsauftrag im Stadtteil Bockenheim nachkommen.

Nicht im Fokus der Sanierung sind nach Angaben der für Via Salus zuständigen Kommunikationsagentur das Seniorenzentrum St. Josefshaus und die Pflegeschule Katharina-Kasper. Beide Frankfurter Einrichtungen sollen dadurch von den zukünftigen Schritten nicht betroffen sein. „Die Seniorenzentren arbeiten in Summe kostendeckend“, sagte Christoph Möller von der Kommunikationsagentur.

Via Salus befindet sich seit Ende Januar in einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Dabei bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung.

Die Insolvenz wolle der Träger nutzen, um sich neu aufzustellen und die Finanzen langfristig neu zu ordnen. Geplant ist, das Verfahren bis Ende des Jahre abzuschließen. Das Defizit der Gruppe soll 2018 zwischen 12 und 20 Millionen Euro gelegen haben.

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