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Diesmal konzentriert sich der Protest der Fridays for Future auf den Finanzsektor.
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Diesmal konzentriert sich der Protest der Fridays for Future auf den Finanzsektor.

„Fridays for Future“

„Fridays for Future“ demonstriert in Frankfurt – Klimastreik gegen die Banken

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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„Fridays for Future“ machen unter anderem den Finanzsektor für die Klimakrise verantwortlich. An diesem Freitag ist große Demo in Frankfurt.

Frankfurt – Was „ungehorsame Aktionen“ sind, darüber gehen die Meinungen gewiss weit auseinander. Was die „Fridays for Future“ darunter verstehen, das wird am heutigen Freitag im Frankfurter Bankenviertel zu erleben sein. Dort will die jugendliche Klimabewegung „mit großen und bunten Aktionen den normalen Ablauf stören“. Von 14 Uhr an wird im Zentrum der Stadt nicht viel gehen – außer dem zentralen Klimastreik mit Teilnehmenden aus der ganzen Republik.

Die Verkehrsbetriebe weisen vorbeugend darauf hin, dass von 14 bis 20 Uhr der Betrieb mehrerer Straßenbahn- und Buslinien in der Innenstadt behindert sein wird, und verweisen auf U- und S-Bahnen als Alternative. Es wird empfohlen, sich vor der Fahrt am RMV-Servicetelefon zu informieren: 069 / 242 480 24. Mit dem Auto in die City zu fahren, ist ohnehin verrückt und heute noch verrückter.

Fridays for Future: Vorwürfe an die Geldwirtschaft

Die „Fridays“ wollen mit dem Demo-Tag namens Klimastreik klarmachen, dass Banken ihrer Meinung nach einen großen Anteil an der fatalen Erderwärmung haben. „Der Finanzsektor finanziert aktiv die Klimakrise und verkauft unsere Zukunft“, wirft Sprecherin Annika Rittmann der Geldwirtschaft vor. Es brauche eine demokratische Kontrolle, damit für Profitinteressen nicht weiter „menschenfeindliche und klimazerstörende Unternehmen“ finanziert würden.

KLIMASTREIK – DER TAG

11 Uhr: Das Streikcafé im Koz (geplantes Offenes Haus der Kulturen) auf dem Unicampus Bockenheim öffnet.

11.30 Uhr: Klimapicknick auf dem Gelände des Senckenberg-Museums.

12 Uhr: Start der Fahrraddemo aus Offenbach (Start: Willy-Brandt-Platz OF) nach Frankfurt.

14 Uhr: Beginn der sechs Sternmärsche zur Alten Oper. Startpunkte: Hauptbahnhof, Europäische Zentralbank, Galluswarte, Bockenheimer Warte, Zoo und Südbahnhof.

15 Uhr: Kundgebung auf dem Opernplatz mit Redebeiträgen und Livemusik, etwa 45 Minuten lang. Infostände.

16 Uhr: Beginn der Hauptdemonstration durchs Bankenviertel mit Flaggen und Transparenten. Die Organisation verspricht ein „buntes Aktionsbild“.

Info: streikmituns.de

Nicht nur inhaltlich soll die Demonstration neue Wege aufzeigen; auf dem Tagesprogramm steht auch ein „klimagerechter Gegenentwurf zum grauen Bankenviertel“. Gruppen wie Greenpeace, die Seebrücke, das Koala-Kollektiv und die Verdi-Jugend wollen die Proteste unterstützen. Linken-Landesvorsitzende Petra Heimer nannte es richtig, dass in Frankfurt „für einen notwendigen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft gestreikt wird“. Ihre Partei ist mit einem eigenen Demonstrationsblock beim Sternmarsch-Strang vom Zoo zur Alten Oper dabei.

Fridays for Future: Große Kritik an Parteien vor Bundestagswahl

Ungeachtet dessen bemängeln die „Fridays for Future“, keine der politischen Parteien habe zur Bundestagswahl 2021 „einen vernünftigen Plan“, um der Klimakrise wirksam zu begegnen und die Ziele der Pariser Klimakonferenz einzuhalten. Die Stadt Frankfurt habe bei der Organisation des Klimastreiks nach holprigem Beginn durchaus geholfen. Gleichwohl bleibe sie die „Metropole des Finanzsektors“, gegen dessen Methoden sich der Klimastreik wende.

Im Verlauf der Aktionen sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Form des Protests auf die Straße bringen dürfen, sagt „Fridays“-Sprecher Paul Brandes – aber alle Beteiligten sollen sich dabei wohlfühlen können. Für die Demonstrierenden stand schon am Donnerstag ein Camp an der Weseler Werft am Mainufer bereit, mit Zelten und Kochstellen.

Auch das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn beteiligt sich am Klimastreik und trifft sich um 13.45 Uhr vor dem Zoo auf dem Alfred-Brehm-Platz, um gegen die Rodung der Bäume für die Trasse der A66 zu protestieren. Auf dem Gelände des Senckenberg-Museums beginnt bereits um 11.30 Uhr ein Klimapicknick. Forscherinnen und Forscher von Uni, Institut für sozial-ökologische Forschung und Senckenberg laden ein. (Thomas Stillbauer)

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