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Im September wurde noch die Paulskirche besetzt. Da war's trocken.

Klimaschutz

Frankfurt: Klimaschützer trotzen dem Regen

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Rund 250 Teilnehmer kommen zu „Fridays for Future Frankfurt“, um die Politik zu mehr Leistung beim Klimaschutz zu ermahnen.

Der Nieselregen hat Schülerinnen und Schüler, Erwachsene und Rentner nicht vom Demonstrieren abgehalten. Am Freitag kamen laut Polizei zwischen 200 und 250 Menschen zu „Fridays for Future Frankfurt“, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Mit Schirmen und Regenjacken zogen sie von der Bockenheimer Warte zum Römer. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie „Die Würde der Erde ist unantastbar“, „Das Problem: fossile Energien“ oder „Wir streiken, bis ihr endlich handelt“. Immer wieder sangen sie: „Kohle-Konzerne / baggern in der Ferne / zerstören unsere Umwelt / nur für einen Batzen Geld / Worin wir unsere Zukunft sehn? / erneuerbare Energien“.

Anders als bei früheren Veranstaltungen stand die Demo nicht unter einem bestimmten Motto. Es gehe um Klimagerechtigkeit und das Klimapaket der Bundesregierung, mit dem die Bewegung nicht zufrieden sei, sagte Konstantin Nimmerfroh von Fridays for Future Frankfurt. Auch das Klimapaket der Frankfurter Lokalpolitik, die einen Ausstieg aus der Kohle ab 2025 vorsieht, geht Fridays for Future Frankfurt nicht weit genug.

Wegen den Herbstferien mussten die Schülerinnen und Schüler diesmal nicht auf eine Stunde Unterricht verzichten, um die Politik zu einer besseren Leistung beim Klimaschutz aufzufordern. Gekommen waren zahlreiche Ältere, unter anderem von einer lokalen Foodsharing-Gruppe, die kostenlos Karotten, Äpfel und Brezeln verteilte. Die lokalen Gruppen von Scientists for Future und Psychologists for Future waren dabei. „Es geht um das Überleben der Menschheit“, sagte die Psychologin Bettina Knülle. „Ich finde es wichtig, dass wir die Jugendlichen nicht alleine lassen.“ Norbert Dichter von Scientists for Future Frankfurt solidarisierte sich mit dem internationalen Protest am 29. November, zu dem Fridays for Future aufgerufen hat. Die Bundesregierung und die europäische Kommission müssten jetzt eine wirkungsvolle Klimapolitik anstreben, sagte er.

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