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Frankfurt: Kleingärten warten auf einen Plan

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Von: Thomas Stillbauer

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Paradies Kleingarten. Aber was wird im Klimawandel aus ihm?
Paradies Kleingarten. Aber was wird im Klimawandel aus ihm? © Michael Schick

Mehr Klimaschutz beim Schrebern fordert ein Verband in Frankfurt. Und die Bevölkerung soll mitbestimmen.

Auch Kleingärten haben ihren Platz in der Klimabilanz der Städte. Darauf weist der Regionalverband der Kleingärtner Frankfurt/Rhein-Main hin und verkündet per E-Mail: „Bei der Erneuerung der Kleingartenordnung für die Stadt Frankfurt sollten die Frankfurter und Frankfurterinnen nun mitentscheiden können, was in Sachen Kleingärten gilt und was nicht“.

Ziel der Schreberinnen und Schreber: Die Frankfurter Kleingartenordnung möge „vor dem Hintergrund des Klimawandels und der hohen Bedeutung des Artenschutzes und der Biodiversität überprüft, aktualisiert und überarbeitet werden“. Darauf dringt der Verein schon seit geraumer Zeit mit wachsendem Groll, denn die Stadt arbeite auf der Ebene nicht schnell genug mit, kritisiert der Vorsitzende Oliver Lang. Erst in der Sitzung des Klima- und Umweltausschusses in der vorigen Woche seien die Kleingärtner wieder „ohne Antwort auf ihren Stühlen sitzen“ gelassen worden.

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Ein Kleingartenentwicklungskonzept (KEK) steht seit geraumer Zeit auf der Vorhabenliste. Im vorigen Jahr sollte es fertig sein, nun sei die Veröffentlichung erneut verschoben worden, ärgert sich Lang, selbst Mitglied der KEK-Kommission.

Die alte Kleingartenordnung von 1999 sei arg in die Jahre gekommen, gerade in Sachen Klimawandel, betont er. Da ergäben sich inzwischen ganz andere Notwendigkeiten, etwa bei der Wasserversorgung und speziell beim Bewässern der Gartenflächen. Vielerorts waren in diesem Sommer etwa Hinweise zu sehen, das Bewässern der Wiesen, auch mit Brunnenwasser, zu unterlassen.

Klare Anhaltspunkte fehlten, solange es kein Konzept und keine überarbeitete Kleingartenordnung gebe, so Lang. Die sei aber auf dem Weg, versicherte die Stadt schon im Februar.

Lang arbeitet auf eine „Revolution der Kleingartenordnung“ hin: Frankfurter:innen sollen sich mit einbringen. Wie das konkret aussehen kann und was die Stadt dazu sagt: Es bleibt spannend. Jetzt ist erst mal Erntezeit. Die Äpfel fallen längst vom Baum.

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