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Wirtschaft

Kleine Läden in Ortsmitten fördern

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stadt schließt Einkaufszentren außerhalb der Innenstadt, der Stadtteilzentren und den Ortsmitten aus. Vorbild für das neue Konzept liefert ein Stadtteil in Wien.

Die Stadt will den Einzelhandel in Ortsmitten, Stadtteilzentren und in der Innenstadt fördern und Einkaufszentren außerhalb dieser Einkaufszonen verhindern. Das sieht das „Einzelhandels- und Zentrenkonzept“ vor, das der Magistrat am Freitag beschlossen hat. In der kommenden Woche wird das Konzept in der Stadtparlamentspost veröffentlicht. Ihm liegt eine Ausarbeitung von 2011 und die Fortschreibung von 2017 zugrunde.

Beabsichtigt sei, die Stellplatzsatzung zu ändern, sagte Mark Gellert, der Sprecher des Planungsdezernats. Demzufolge könnte der Einzelhandel zusätzliche Parkplätze beanspruchen. Das aber steht im Kontrast zu Erkenntnissen der Mobilitätsforschung. Demnach kaufen Fußgänger:innen und Fahrradfahrer:innen übers Jahr gerechnet häufiger ein und lassen mehr Geld im Einzelhandel als Autofahrer:innen.

In Grundzügen vorgestellt wurde das Konzept, an dem die IHK Frankfurt und der Handelsverband Hessen-Süd mitgewirkt haben, am Freitag von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Wiener Stadtteil als Vorbild

Nach dem Vorbild des Stadtteils „Seestadt Aspern“ in Österreichs Hauptstadt Wien soll eine Betreibergesellschaft die Bewirtschaftung von Erdgeschossflächen in Einkaufsstraßen koordinieren. Kleine Läden könnten so eine günstigere Miete erhalten als große Ketten, führte Gellert aus.

„Dadurch soll neben einer attraktiven Nahversorgung auch die Ansiedlung anderer gewerblicher und sozialer Nutzungen von Anfang an aktiv unterstützt werden“, teilten Frank und Josef mit. Dafür könnten auch Bebauungspläne geändert werden. „Die Stadt bekräftigt ihren Willen zur Steuerung der Einzelhandelsentwicklung, um starke und lebendige Ortsmitten, Stadtteilzentren und die Innenstadt zu erhalten und auf eine fußläufige Nahversorgung hinzuwirken“, sagte Josef.

„Einzelhandel soll vorrangig in die Zentren gelenkt und Ansiedlungen außerhalb der Zentren nicht begünstigt werden. Gewerbe- und Industriegebiete sind für das produzierende Gewerbe vorzuhalten“, sagte Frank.

Die Wirtschaftsförderung Frankfurt will ihr Leerstandsmanagement neu aufstellen, um Leerstand zu erfassen und zu managen. Das betrifft aber nur das Gewerbe, nicht den Leerstand von Wohnraum.

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