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Frankfurt: Klage über „Buckelpisten“ in Industriegebieten

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Von: Christoph Manus

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Schlaglöcher machen der Wirtschaft zu schaffen,
Schlaglöcher in Industriestraßen machen der Wirtschaft zu schaffen. Sie fordern von der Stadt Frankfurt mehr Tempo bei der Sanierung. © peter-juelich.com

Die Stadt Frankfurt soll bei der Sanierung von Industriestraßen das Tempo stark erhöhen. Das fordern Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände.

Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände werfen der Stadt Frankfurt vor, bei der Sanierung maroder Industriestraßen viel zu langsam zu agieren. Scharf kritisieren sie, dass im Haushalt für die Jahre 2022 bis 2025 nur jeweils drei Millionen Euro dafür vorgesehen seien. Dabei sei schon 2017 der Sanierungsbedarf der Industriestraßen auf rund 75 Millionen Euro geschätzt worden. Bei gleichbleibendem Tempo werde es noch 20 Jahre dauern, bis der Sanierungsrückstand abgebaut sei.

„Man kann inzwischen daran zweifeln, ob die Politik die Bedeutung der Industrie für Frankfurt wirklich wahrnimmt“, sagt der Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), Ulrich Caspar. Schließlich seien die Industriestraßen seit Jahren fast unbefahrbar. „Schlaglöcher, in die ganze Autoreifen passen, prägen das Bild.“ Immer wieder müsse Ware entsorgt werden, weil sie die Fahrt über die „Buckelpisten“ nicht überstanden habe.

Als besonders erbärmlich kritisieren IHK, Handwerkskammer, IG Metall, DGB, Hessenmetall und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände den Zustand der Carl-Benz-Straße in Fechenheim. Dort liege noch das Kopfsteinpflaster der Nachkriegszeit, sagt der Frankfurter DGB-Chef Philipp Jacks. Er fordert, dass die Stadt nun mit der Umsetzung des zweiten Pakets des Industriestraßenprogramm beginnt, zu dem die Benz-Straße gehört. „Eine weitere Verzögerung ist inakzeptabel und sorgt für großes Unverständnis“, warnt er. Schon vor zwölf Jahren habe man die dringend nötige Sanierung der Straße thematisiert, sagt Michael Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Frankfurt. cm

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