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Frankfurt: Klage gegen Rechenzentrum in Seckbach

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Rechenzentren brauchen viel Platz. Damit verschärfen sie nach Ansicht des DGB die Flächenkonflikte in Frankfurt.
Rechenzentren brauchen viel Platz. Initiativen und Umweltverbände kritisieren zudem unter anderem den riesigen Energieverbrauch. © christoph boeckheler*

Der BUND Hessen will juristisch verhindern, dass in einem neuen Rechenzentrum im Frankfurter Stadtteil Seckbach Notstromdieselmotoren laufen dürfen.

Der hessische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Verwaltungsgericht Frankfurt Klage gegen die Genehmigung von 29 Notstromdieselmotoren mit mehr als 150 Megawatt Leistung für ein neues Rechenzentrum des Unternehmens Equinix an der Friesstraße in Seckbach eingereicht. „Unser Ziel ist es, dass mit besserer Abgasreinigung oder durch den Einsatz von Wasserstoff- und Brennstoffzellen eine saubere Notstromversorgung der Rechenzentren sicher gestellt wird“, sagt BUND-Energieexperte Werner Neumann.

Equinix setze zum Beispiel in den USA auf Brennstoffzellen. Es sei unverständlich, wieso das nicht auch in Frankfurt erfolge, kritisiert Neumann. Dabei müsse etwa in Seckbach die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner und des Naturschutzgebiets durch Stickoxide und Feinstaub deutlich gesenkt werden.

Notstromdieselmotoren, wie sie in Seckbach genehmigt wurden, liefen zwar nur einige Stunden im Jahr, teilt der BUND mit. Ihre Konzentration von Schadstoffen liege aber zehn- bis 20-fach über der von sauberen Lastwagenmotoren. cm

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