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Martin Lücker, Organist der St. Katharinenkirche, auf der Empore an der 1990 erbauten Rieger-Orgel.
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Martin Lücker, Organist der St. Katharinenkirche, auf der Empore an der 1990 erbauten Rieger-Orgel.

Katharinenkirche

Frankfurt: Kirchenmusik auch in schwierigen Zeiten

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Musik soll auch 2022 eine bedeutende Rolle in der Frankfurter Katharinenkirche an der Hauptwache spielen - doch vor allem Chormusik lässt sich noch nicht gut planen.

Das zu Ende gehende Jahr war kein gutes für die Kirchenmusik: Traditionell wird hier viel Chormusik aufgeführt, und das Programm, etwa an der Frankfurter Katharinenkirche, ist in der Regel zuverlässig hochkarätig, etwa mit dem auf 20 Jahre angelegten Großprojekt, alle 200 Bachkantaten aufzuführen.

Doch seit der Corona-Pandemie – die 2020 für die Katharinengemeinde gleich mit einem Paukenschlag, der Absage der aufwendigen Lichtshow zur Luminale am Tag der Premiere, begann – ist vieles ungewiss, und wann und wie Chöre proben dürfen, bleibt bis auf weiteres offen. Große Konzerte zu planen, ist da aktuell fast unmöglich.

Trotzdem haben der Organist Martin Lücker und der Kantor Michael Graf Münster jetzt ein Programm für das neue Jahr vorgestellt, mit einigen Fragezeichen, vor allem bei der Kantorei, und mehreren Reihen, die pandemiebedingt schon um bis zu zwei Jahre verschoben werden mussten. Für Lücker, dessen Orgelprogramm für das erste Quartal immerhin schon gedruckt vorliegt, ist das Planen mit einem Soloinstrument einfacher, auch Kammermusik ist schon geplant.

Die kostenlose Reihe „30 Minuten Orgelmusik“, die Lücker jeden Montag und Donnerstag, inzwischen auch an Feiertagen, jeweils um 16.30 Uhr anbietet, ist stets gut besucht und wird fortgesetzt. Im Durchschnitt rund 130 Zuhörerinnen und Zuhörer genießen jede der Aufführungen. „Gerade ist es aber ruhiger, weil gar keine Touristen in der Stadt sind“, sagt er. Es gebe aber viel Stammpublikum.

Lücker, heute 68, begann am 1. September 1983 mit seiner Konzertreihe, die aktuell eine der längsten, wenn nicht die längste musikalische Reihe in der Stadt sein dürfte. Auch während des strengen Lockdowns wurde sie fortgesetzt, rund eine halbe Million Aufrufe hatten diese Onlinekonzerte, wie Lücker berichtet. „Das ist aber nicht dasselbe, wie vor Publikum zu spielen“, sagt der Organist, der inzwischen längst wieder öffentlich auftreten darf. Das mittlerweile 3800. Konzert ist, so Gott will, für den 18. Juli 2022 geplant.

Viele weitere Schwerpunkte und Gastauftritte waren schon für 2020 oder 2021 vorbereitet, wurden immer wieder verschoben. Deshalb wird es im neuen Jahr neben dem 200. Geburtstag des großen Komponisten César Franck einige ziemliche krumme Jubiläen geben, an die musikalisch erinnert wird, etwa an den 77. Jahrestag des Kriegsendes vom 20. bis zum 25. März mit Vorträgen, Lesungen und Musik.

Dem Thema „Vanitas“ (Vergänglichkeit) widmet sich voraussichtlich eine weitere Reihe im November. „Immerhin bin ich mit meiner Orgel bei den Planungen flexibler als etwa das große Opernhaus“, meint Lücker.

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