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Schwimmbäder

Frankfurt: Kindern fehlt das Schwimmen

Antworten zu Fragen zur Schließung der Bäder

Was findet aktuell in den Schwimmbädern in Frankfurt statt?

Seit vergangener Woche Montag schwimmen wieder Schüler:innen bis zur sechsten Klasse, ansonsten trainierten Kaderathlet:innen im Rebstockbad während des gesamten Winters. Laut der Bäderbetriebe bieten aktuell rund 30 Schulen wieder Schulschwimmen an. Das ist ungefähr die Hälfte aller Einrichtungen, der Rest würde erst nach und nach dazustoßen. Grund dafür seien zum einen der Wechselunterricht und die Kapazitäten der Lehrkräfte. Damit trotzdem so viele Kinder und Jugendliche wie möglich Schwimmunterricht nehmen können, unterstützt die Stadt in Kooperation mit den Bäderbetrieben die Schulen mit Schwimmlehrer:innen.

Wächst in Deutschland eine Generation der Nichtschwimmer:innen heran?

Der Dachverband des DLRG warnt, dass sich durch den Ausfall des Schwimmunterrichts Deutschland schnurstracks zum Land der Nichtschwimmer:innen entwickle. Die Situation sei dramatisch. Der Frankfurter DLRG bestätigt das. „Seit einem Jahr kann kein regelmäßiger Schwimmunterricht angeboten werden“, beklagt Rainer Schwebs, Ausbildungsleiter des Bezirksvereins. Der Ausfall stelle ein großes Problem dar, sagt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt. „Für Kinder ist Schwimmen eine elementare Grundeigenschaft, was Selbstsicherheit und Bewegungsfreiheit angeht“, sagt der Frankfurter. Zudem benötigten selbst Rettungsschwimmer:innen das regelmäßige Trainieren, erklärt Schwebs. „Es ist schwieriger Rettungskräfte zu finden, weil viele nicht mehr in Form sind.“

Lässt sich eine Nichtschwimmer:innen-Generation noch verhindern?

Vorerst nicht. „Man müsste nur noch Schwimmunterricht anbieten“, sagt Schwebs. In zwei bis drei Jahren könne man den Ausfall kompensieren. Laut der DLRG fehle es an Wasserfläche, um das Angebot so auszuweiten, dass jede:r die Möglichkeit habe, Schwimmen zu lernen. Die Bäderbetriebe in Frankfurt möchten Zusatzangebote veranstalten. Es müsse oberste Priorität sein, den Kindern nach der Öffnung mehr Unterricht als sonst anzubieten, sagt Zielinski.

Viele Hobbyschwimmer:innen gehen aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig schwimmen. Was sind die Folgen für solche Menschen, die seit November nicht mehr Wassersport treiben konnten?

Schwimmer:innen, die sich in den vergangenen Monaten nicht anderweitig bewegt haben, werden Kreislaufprobleme bekommen, so der DLRG Frankfurt. „Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten, die es gibt“, erklärt Schwebs. Da man im Wasser nur ein Zehntel seines eigenen Körpergewichts wiegt, wirkt der Sport gelenkschonend. Vor allem für Senior:innen sei Wassergymnastik eine gute Möglichkeit, sich fit zu halten, so Schwebs.

Wann machen die Schwimmbäder wieder auf?

Die Bäderbetriebe und der DLRG rechnen im Mai mit der Öffnung der Freibäder für die Bevölkerung. „Ich werde täglich, egal wo ich bin, gefragt, wann die Schwimmbäder wieder aufmachen“, sagt Schwebs. Die Vereine warteten sehnsüchtig darauf, ebenfalls wieder in die Schwimmbäder gehen zu können. „Wir könnten sofort wieder mit unseren Programmen loslegen, wir sind startklar“, sagt Schwebs.

Ist eine sofortige Öffnung der Bäder trotz des steigenden Inzidenzwertes verantwortungsvoll?

„Ja, wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie gut das mit den Hygienekonzepten funktioniert“, sagt Zielinski. Sein Ziel sei es, die Schwimmbäder so schnell wie möglich wieder zu öffnen.

Gibt es aktuell Alternativen, Wassersport zu treiben?

Nein, die Bestimmungen für Bäder müssten erst gelockert werden, so Schwebs.

Zusammengestellt von Tomas Cabanis

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