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Andreas Möller beantwortet Fragen der Kinder im Bolzpark im Gallusviertel.
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Andreas Möller beantwortet Fragen der Kinder im Bolzpark im Gallusviertel.

Frankfurt

Frankfurt: Auf dem Bolzplatz mit Weltmeister Andreas Möller kicken

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Der Nachwuchschef von Eintracht Frankfurt, Andreas Möller ist neuer Schirmherr der Bolzplatzliga.

Auf einem staubigen, sandigen Bolzplatz in Sossenheim ist Andreas Möller als kleiner Bub dem Ball hinterhergejagt. Stundenlang konnte er das bis in die späten Abendstunden in den 1970er Jahren machen. „Ab und zu kam auch mal der Eiswagen. Das waren coole Zeiten“, erinnert sich der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Eintracht Frankfurt am Freitag im Bolzpark im Gallusviertel, der 1990 mit der Nationalelf die Weltmeisterschaft gewann.

Seit gestern ist der heute 53-Jährige Schirmherr der Frankfurter Bolzplatzliga „F43+“. Die 43 ist angelehnt an die 43 Frankfurter Stadtteile. Möller folgt auf Philipp Holzer, dem Aufsichtratsvorsitzenden des Frankfurter Fußball-Bundesligisten. „Der Bolzplatz war der Startschuss für meine Karriere“, erklärt Möller sein Engagement den Kindern, die den Welt- und Europameister umringen. Die meisten kennen ihn nicht, geschweige denn haben ihn spielen gesehen. Trotzdem freuen sie sich über die Autogrammkarten und das er mit ihnen ein bisschen kickt.

„Die Erlebnisse und Reibungen“ auf den kleinen Feldern haben ihm auch später in den großen Stadien geholfen, so Möller. Die Kombination aus Straßenfußball und der Vereinsarbeit forme einen guten Fußballer. „Die Bolzplatzliga ist aber mehr als Bewegung“, betont Roland Frischkorn, Vorsitzender vom Frankfurter Sportkreis. Es gehe auch um soziale Faktoren wie Fairness, Respekt und Toleranz.

In den bislang acht Ligajahren seit 2013 haben 250 Teams von Kitas, Flüchtlingsunterkünften, selbstorganisierte Teams sowie Trägern der Kinder- und Jugendhilfe auf 33 Bolzplätzen in 24 Stadtteilen teilgenommen. „Wir hoffen, dass es dieses Jahr nach den Osterferien losgehen kann“, sagt Denis Bambusek, Projektleiter vom Gallusprojektbüro des Sportkreis. Geplant sei die neunte Auflage der Liga bis September. Wie üblich in den Altersklassen U10, U13, U15 und U18.

Durch die Coronavirus-Pandemie fand die Bolzplatzliga vergangenes Jahr nur verkürzt und mit 21 Teams statt. „Wir haben stattdessen zunächst Fußballtennis angeboten, wo auch die Zehnjährigen, die 18-Jährigen besiegen konnten“, erzählt Bambusek. In den ersten zwei Wochen des ersten Lockdowns im März hätten die Eltern ihre Kinder aus Sorge vor dem Virus gar nicht rausgeschickt.

Davon ist kaum etwas übriggeblieben. So wie in der ganzen Stadt auf den öffentlichen Bolzplätzen kicken im Käfig zahlreiche Kinder – ohne das auch nur eines eine Maske trägt. Andreas Möller hofft derweil, dass die nun angestrebten Lockerungen so schnell wie möglich umgesetzt werden, „damit die Kleinen wieder Sport trieben können.“

Der Bolzplatz sei ein toller Treffpunkt, um Freunde und Freude am Sport zu finden. „Ich hoffe, dass ihr am Ball bleibt“, sagte Möller den Kindern und übte dann noch ein bisschen Elfmeterschießen mit ihnen.

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