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Frankfurt: Keine Parkplätze für Lastenräder

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Von: Florian Leclerc

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Alnatura bietet an einigen Filialen Lastenräder zur kostenlosen Ausleihe an. Foto: Michael Schick
Alnatura bietet an einigen Filialen Lastenräder zur kostenlosen Ausleihe an. Foto: Michael Schick © Michael Schick

An fünf Standorten hat die Stadt Frankfurt spezielle Parkplätze für Lastenräder gebaut. Wegen mangelnder Nutzung bricht die Stadt das Pilotprojekt nun ab.

Die Stadt Frankfurt baut keine weiteren Parkplätze speziell für Lastenfahrräder. Das geht aus einem Schreiben des Straßenverkehrsamts hervor, das der Magistrat nun veröffentlicht hat.

Demnach waren bei Besichtigungen der fünf vorhandenen Standorte keine Lastenräder angeschlossen, sondern lediglich Fahrräder und E-Roller – oder die Stellplätze waren frei. Die Begehungen fanden von Juni 2021 bis April 2022 unter der Woche zwischen 10 und 15 Uhr statt.

„Vor dem Hintergrund sieht das Radfahrbüro in Abstimmung mit dem Dezernat Mobilität und Gesundheit von einer Weiterführung des Pilotprojekts ab“, heißt es in einer Stellungnahme des Magistrats.

Weitere Fahrradbügel

Der Ortsbeirat 2 hatte zuvor darum gebeten, Parkplätze für Lastenräder an weiteren Standorten umzusetzen. Vorgeschlagen wurden die Voltastraße 70-72 vor dem Tegut sowie die Kuhwaldstraße 61, die Leipziger Straße 67, die Arndtstraße 22, die Bremer Straße 21 und die Eschersheimer Landstraße 221 - jeweils nahe einer Rewe-Filiale.

„Dies erleichtert es den Lastenfahrradbesitzerinnen und -besitzern, ihre Einkäufe mit dem Lastenfahrrad zu erledigen“, betonte der Ortsbeirat, der auf eine Signalwirkung verwies: „Die Stellplätze werden an prominenter Stelle vor den Supermärkten von sehr vielen Einwohnerinnen und Einwohnern wahrgenommen.“ Das könne die Menschen motivieren, sich ein Lastenrad anzuschaffen und öfter aufs Auto zu verzichten.

Das Straßenverkehrsamt, in dem das Radfahrbüro angesiedelt ist, teilte in seinem Schreiben mit, zwischen Dezember 2020 und September 2022 seien fünf Standorte für Lastenradparkplätze gebaut worden: an der Wittelsbacherallee 99 (drei Stellplätze), am Riedbergzentrum / Riedbergplatz 1 (sechs), an der Leonardo-da-Vinci-Allee 8 (drei) an der Landgrafenstraße 11 (drei), an der Frankenallee 189 (sechs).

Auch wenn bei den Begehungen tagsüber keine Lastenräder zugegen waren, will der Magistrat nicht ausschließen, dass dort vor 10 Uhr oder nach 15 Uhr Lastenräder angeschlossen sein könnten.

Weil aber keine Nutzung nachgewiesen werden konnte, schlägt der Magistrat vor, statt spezieller Lastenradparkplätze weitere Fahrradbügel an Kreuzungen und Einmündungen aufzustellen. Die Fahrradbügel sollen schräg und mit Abstand angeordnet sein, sodass auch große Fahrräder und Lastenräder angeschlossen werden könnten.

Falls die Ortsbeiräte Standorte mit tatsächlichem Bedarf für Lastenradabstellplätze identifizierten, könnten sie sich mit einem Bildbeleg an den Magistrat wenden.

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