Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona

Frankfurt: Keine Unterscheidung zwischen Stadtteilen

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
    schließen

Dir FR beantwortet Fragen über spezifischere Inzidenzzahlen und die Aufklärungsbemühungen der Stadt Frankfurt.

Was machen einige Städte momentan bei der Erhebung der Corona-Fallzahlen?

Städte wie Köln oder Duisburg weisen seit kurzem die Inzidenzzahlen nicht mehr nur für die gesamte Stadt aus, sondern unterscheiden auch zwischen einzelnen Stadtteilen. Dabei kann es durchaus zu deutlichen Unterschieden bei der Inzidenz kommen. Allerdings kommt es in solch einem System auch häufiger zu Sprüngen bei den Werten, da die Bevölkerungszahlen in den Stadtteilen entsprechend klein sind und jeder positive Fall einen größeren Einfluss auf die Inzidenz hat.

Warum machen die Städte diese Unterteilung?

Zum einen wünschen sich viele Bürger:innen diese Art der Information. Entscheidender ist aber etwa im Beispiel Köln, dass die Stadt mit den Daten konkret in stark betroffene Stadtteile gehen möchte und dort momentan mit mobilen Impfteams arbeitet, um die Lage gezielter in den Griff zu bekommen. Sozialarbeiter:innen fordern zudem eine stärkere Aufklärungsarbeit in den Vierteln.

Unterteilt auch Frankfurt nach einzelnen Stadtteilen?

Nein. Eine Unterteilung des Inzidenzwertes in einzelne Stadtteile ist nicht vorgesehen.

Was weiß die Stadt trotzdem über die Gegebenheiten?

Bekannt ist, dass die soziale Lage entscheidend für ein erhöhtes Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist. Armut in Zusammenhang mit prekären Wohn- und Arbeitsverhältnissen führt demnach zu einem höheren Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren und an Covid-19 zu erkranken. Generell sind dies, in Verbindung mit einem schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung und ungesunder Lebensweise, Gründe für ein erhöhtes Infektions- und Krankheitsrisiko. Trotzdem habe sich laut Gesundheitsamt rückblickend betrachtet auch gezeigt, dass Faktoren wie das Alter oder Ausbrüche in einzelnen Clustern einen hohen Einfluss auf das Zustandekommen der Inzidenzzahlen gehabt haben.

Was unternimmt die Stadt, um die Aufklärung über das Virus voranzutreiben?

Das Gesundheitsamt initiiere vielfältige Aktivitäten, um unterschiedlichste Zielgruppen mit Aufklärungsarbeit zum Thema Corona, Hygienemaßnahmen oder Impfung zu erreichen – sowohl als Prävention als auch im Rahmen des Ausbruchsmanagement. Das Kriterium sei hier aber nicht der Stadtteil, in dem die Menschen wohnen. Bei „Gesundheit in Gemeinschaftsunterkünften“ besuchen Gesundheitslots:innen die Großunterkünfte und sprechen die Menschen in ihrer Muttersprache auf die Themen an. Beim Projekt „Gut geht’s“ arbeite man mit den Quartiersmanager:innen in den Stadtteilen zusammen. In diesem Zusammenhang sollen auch spezielle Ideen gefördert werden, die ein gesundes Aufwachsen in Zeiten der Corona-Pandemie ermöglichen.

Welche weiteren Initiativen gibt es?

Das Gesundheitsdezernat verweist beispielsweise noch auf die Aktivitäten des Amts für multikulturelle Angelegenheiten. Auf der dortigen Internetseite wurden die Schutzmaßnahmen für Frankfurt einfach formuliert und in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Über verschiedenste Kommunikationskanäle wurden die Übersetzungen schließlich in die verschiedenen Communities kommuniziert.

Zusammengestellt von Steven Micksch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare