Sicherheit

Frankfurt: Keine Türen am Bahnsteig

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Die Vorrichtungen könnten nur auf U-Bahn-Linien installiert werden, die ohne Fahrer verkehren. Solche gibt es in Frankfurt aber nicht.

Für Bahnsteigtüren, wie es sie in manchen Stationen in Paris oder Kopenhagen gibt, sieht Verkehrdezernent Klaus Oesterling (SPD) in Frankfurt keine Chance.

Die BFF-Fraktion im Römer hatte nach dem tragischen Tod von Alptug Sözen an der S-BahnStation Ostendstraße nach entsprechenden Vorrichtungen gefragt. Sözen war vergangenes Jahr von einer Bahn getötet worden, nachdem er aufs Gleis gesprungen war, um einem Mann zu helfen, der auf die Schienen gefallen war. Mit Bahnsteigtüren, die den Bahnsteig von den Gleisen trennen, wäre das Unglück nicht geschehen.

Grundsätzlich sehe er die Vorteile dieser Vorrichtungen, „im derzeitigen Frankfurter U-Bahn-Netz können wir sie aber nicht installieren“, sagte Oesterling. Zum einen wären die Kosten für die Nachrüstung aller Stationen immens. Zum anderen gebe es auch in anderen Städten Bahnsteigtüren nur auf Linien, die ohne Fahrer unterwegs sind. Nur mit automatisierten Prozessen sei es möglich, die Züge genau an den Türen zu stoppen. Fahrerlose Züge dürfe es aber nur auf Linien geben, die komplett unterirdisch verlaufen – was in Frankfurt nur auf einzelnen Abschnitten der Fall ist.  

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