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Theater-Doppelanlage

Frankfurt: Keine Resultate zur Zukunft der Bühnen

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Die Römer-Koalition verschiebt die Präsentation der Untersuchungsergebnisse auf Mitte Januar und verlängert so die Hängepartie für das Publikum und die Beschäftigten.

Die Römer-Koalition in Frankfurt hat ihre Zusage gegenüber der Öffentlichkeit gebrochen. In diesem Jahr werden die Prüfungsergebnisse zur Zukunft der Städtischen Bühnen nicht mehr bekanntgegeben. Der Magistrat hatte versprochen, dass die Zahlen der Stabsstelle Städtische Bühnen noch 2019 auf den Tisch kommen. Jetzt wird die Präsentation auf Mitte Januar verschoben.

Es bleibt also weiter offen, was eine Sanierung der Theater-Doppelanlage kosten würde und was im Vergleich dazu ein Neubau. Der Leiter der städtischen Stabsstelle, Michael Guntersdorf, sollte bereits in der vergangenen Woche die Lenkungsgruppe des Magistrats informieren. Ein Termin kam jedoch nicht zustande.

Dafür schieben sich hinter den Kulissen CDU und SPD gegenseitig die Schuld zu. Während die Sozialdemokraten behaupten, sie seien sprechfähig gewesen, heißt es bei der CDU, Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) habe erklärt, die Zahlen seien noch nicht aufbereitet.

Besonders ärgerlich war das Ganze für den Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen GmbH. Der tagte nämlich am Montag, ohne dass es die erwarteten Zahlen gab. Auch für die Intendanten von Oper und Schauspiel , Bernd Loebe und Anselm Weber, geht die Hängepartie weiter. Die beiden drängen intern schon seit geraumer Zeit auf eine Richtungsentscheidung der Kommunalpolitiker. Ganz zu schweigen von den 1200 Beschäftigten der Bühnen und ihren Familien, deren Zukunft weiter ungewiss ist.

Die Fachleute gehen davon aus, dass eine Sanierung im Bestand der 1963 eröffneten Theater-Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz rund 700 Millionen Euro kosten würde. Guntersdorf hatte vor einem Monat bereits im Gespräch mit der FR erklärt, die Haustechnik müsse komplett erneuert werden, das Foyer sei nicht zu halten und die Dächer ebensowenig.

Zu den Kosten der Sanierung kämen dann noch die Aufwendungen für ein Logistikzentrum mit Probebühnen und für eine Interims-Lösung während der Bauarbeiten hinzu. So würde man wieder eine Gesamtsumme von rund 900 Millionen Euro erreichen. Schon 2017 hatte eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt die Ausgaben für Sanierung wie für Neubau etwa in dieser Höhe beziffert.

Wenn es dabei bleibt, dass die Ausgaben für Sanierung wie Neubau etwa gleich hoch liegen, favorisiert die CDU mit ihrem Kreisvorsitzenden Jan Schneider an der Spitze einen Neubau.

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