Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Krise

Frankfurt: Keine Panik trotz Spitzenplatz in Inzidenz-Tabelle

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Die Inzidenz in Frankfurt ist vergleichsweise hoch, doch die Infektionszahlen steigen nicht. Auch nicht an Schulen.

Es sind Platzierungen, auf die niemand stolz ist in Frankfurt: In der Tabelle der höchsten Inzidenzzahlen in Deutschland lag die Stadt am Montag auf Platz vier. Am Wochenende hatte Frankfurt zeitweise den zweiten Rang belegt (hinter dem Landkreis Eichzell in Thüringen). Doch dann zogen Baden-Baden und die Nachbarstadt Offenbach an Frankfurt vorbei.

Die Inzidenz in der fünftgrößten deutschen Stadt lag am Montag bei 18,6. Das ist weit über dem Bundesdurchschnitt (5,0) und auch weit über dem hessischen Durchschnitt von 7,8. Doch ein Grund zur Panik sind diese Zahlen für Peter Tinnemann nicht. Die Infektionszahlen stiegen nämlich nicht an, sie stagnierten lediglich auf überschaubarem Niveau, sagt der neue Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts.

Konkret heißt das, dass sich in den vergangenen sieben Tagen 142 Frankfurterinnen und Frankfurter mit dem Coronavirus angesteckt haben. Wie es zu den Infektionen kam, lasse sich oft nicht mehr im Einzelnen nachvollziehen, sagt Tinnemann. Im Gesundheitsamt spricht man von einem „diffusen Infektionsgeschehen“, also: Es gab zuletzt nicht mehr größere Ausbrüche, die für eine Mehrheit der Fälle verantwortlich gewesen wären, wie etwa vor ein paar Wochen noch an einer Grundschule in Fechenheim. Dazu passt, dass es Infektionen quer durch alle Altersklassen gibt. Anders als in anderen Gegenden sind in Frankfurt nicht verstärkt junge Leute betroffen.

Verunsicherung an Schulen

Überhaupt: Es gebe an den Schulen zwar Einzelfälle, aber derzeit keinen Ausbruch mit mehreren Infektionen, sagt Tinnemann. Das Gesundheitsamt sei noch nicht gezwungen gewesen, eine ganze Klasse in Quarantäne zu schicken – was auch daran liegen könnte, dass viele Schülerinnen und Schüler freiwillig Maske tragen.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hatte das Ende der Maskenpflicht in Hessen – auch angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante – kritisiert. An vielen Schulen haben Eltern jetzt Angst, dass das Gesundheitsamt sämtliche Kinder aus einer Klasse in Quarantäne schickt, wenn es einen Fall gibt und keine Masken getragen wurden. Das sei in der Tat möglich, sagt Majers Referentin, Kirsten Gerstner. Die Behörde prüfe aber weiterhin jeden Fall und entscheide dann, wer sich isolieren müsse. Grundsätzlich gelte, dass Masken schützten und die Gefahr einer Quarantäne minimierten.

Dass in Frankfurt vergleichsweise viele Fälle registriert werden, ist für Tinnemann auch ein Zeichen dafür, dass die Nachverfolgung sehr gründlich sei. So stießen die Beschäftigten eben oft auf weitere Ansteckungen.

Derweil arbeitet das Impfzentrum weitgehend unter Volllast. Für den vergangenen Sonntag waren dort 4300 Termine vereinbart. 300 davon wurden nicht wahrgenommen. Da der Impfstoff aber kurzfristig nach Bedarf zur Verfügung gestellt werde, müsse nichts weggeworfen werden, so Gerstner. Kleinere Reste würden über Portale wie die „Impfbrücke“ vergeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare