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In Bornheim ist der Parkdruck augenscheinlich nicht zu unterschätzen.
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In Bornheim ist der Parkdruck augenscheinlich nicht zu unterschätzen.

Mobilität

Frankfurt: Keine Kenntnis über den Parkdruck

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Wie hoch ist der Parkdruck auf Frankfurter Straßen? Dazu macht der Magistrat keine Angaben. Andere Städte sind da weiter.

Wie hoch ist der Parkdruck auf den Straßen in Frankfurt? Das wollte die Linke im Römer schon vor einem halben Jahr vom Magistrat wissen. Die Antwort an die Oppositionspartei ist denkbar schlicht. Der Magistrat erfasst den Parkdruck nicht - anders als andere Städte. „Sowohl aus personellen als auch aus finanziellen Gründen ist es nicht möglich, für jeden einzelnen Bereich oder sogar für einzelne Straßen solche Untersuchungen durchzuführen“, heißt es im Bericht des Magistrats. Der Parkdruck werde „überwiegend durch in Augenscheinnahme“ ermittelt.

Parkdruck lässt sich laut Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen klar bestimmen: Bei einer Auslastung bis 60 Prozent gibt es keinen Parkdruck - viele Parkplätze sind frei. Bei einer Auslastung bis 70 Prozent ist der Parkdruck gering, bis 80 Prozent mittel, bis 90 Prozent hoch, bis 100 Prozent sehr hoch. Bei mehr als 100 Prozent Auslastung ist die verfügbare Parkfläche offensichtlich überlastet. Bei einer Auslastung bis 120 Prozent gibt es einige illegal Parkende, über 120 Prozent Auslastung viele illegale.

Untersucht wurde der Parkdruck etwa in Berlin - in einem etwas älteren Gutachten zur Parkraumbewirtschaftung in der Altstadt von Köpenick von Februar 2011 - oder in Kiel: Die Studie „Parkraumuntersuchung und -bewirtschaftung“ ist von September 2021. Methodisch wurden dabei die Kennzeichen des ruhenden Verkehrs und die vorhandenen Parkplätze erfasst.

Davon hat der Magistrat in Frankfurt nach eigenen Angaben noch nichts gehört. „Dem Magistrat liegen keine Vergleichszahlen zum Parkdruck mit anderen deutschen und internationalen Städten und Gemeinden vor“, heißt es im Bericht.

Die Linke im Römer zeigte sich ernüchtert. „Jetzt lernen wir, dass die Ermittlung des Parkdrucks in Frankfurt lediglich durch Inaugenscheinnahme ermittelt wird. Letztlich ist damit der behördlichen Willkür Tür und Tor geöffnet“, sagte Daniela Mehler-Würzbach, verkehrspolitische Sprecherin der Linken. Ihre Kritik: Mit dem Argument des hohen Parkdrucks würden Projekte der Verkehrswende verhindert, wie Umwandlung von Parkplätzen in öffentlichen Raum. Gradmesser bei der Verkehrsplanung sollten die Bedürfnisse der Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Anwohner:innen sein. „Die im Parkdruck zum Ausdruck kommende gefühlte Stellplatzbelegung darf die Verkehrswende nicht blockieren.“

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