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Eine Frau arbeitet am 08.07.2020 im Homeoffice waehrend ihre achtjaehrige Tochter ihre Schularbeiten erledigt.
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Eine Frau arbeitet im Homeoffice während ihre Tochter ihre Schularbeiten erledigt.

Immobilien

Keine Abkehr vom Büro

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Trotz Pandemie und Homeoffice rechnet das Maklerhaus BNP Paribas Real Estate mit einer anhaltenden Nachfrage nach Büros in Frankfurt. Unternehmen verlangten aber mehr Flexibilität.

Obwohl im vergangenen Jahr so viele Menschen wie nie zu Hause statt im Büro arbeiteten, Unternehmen nun verpflichtet sind, wo immer das möglich ist, Homeoffice anzubieten, und die Krise viele Branchen schwer getroffen hat, sieht das Maklerhaus BNP Paribas Real Estate keine Anzeichen, dass bald deutlich mehr Büros in Frankfurt leerstehen könnten. Zwar wurde nach Zahlen des Unternehmens im Jahr 2020 fast 40 Prozent weniger Bürofläche vermietet als 2019. Aber schon für das laufende Jahr rechnet José Martinez, der Leiter der Frankfurter Niederlassung, mit einer deutlichen Erholung.

Gerade Büros im Bankenviertel und der Innenstadt seien weiterhin stark nachgefragt, berichtete Martinez am Donnerstag vor Journalisten. Dort seien Flächen trotz der Krise sehr knapp, die Leerstandsquote liege bei nur drei Prozent.

Insgesamt sei der Leerstand im Marktgebiet gestiegen. Die Quote von 7,8 Prozent sei aber gesund. Martinez wies zudem darauf hin, dass von den gut 600 000 Quadratmetern Bürofläche, die in Frankfurt im Bau seien, fast die Hälfte schon vergeben sei. So haben sich im vergangenen Jahr etwa die Deka-Bank und die Großkanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer viele Jahre vor dem möglichen Einzug Flächen im Hochhausareal „Four“ gesichert.

Mieten steigen weiter

Noch gebe es einige Unsicherheit, welche Rolle genau das Arbeiten von zu Hause in den kommenden Jahren spielen werde, sagte Martinez. Deshalb versuchten derzeit Unternehmen, flexible Mietverträge abzuschließen, die ihnen die Möglichkeit bieten, die Büroflächen im Nachhinein zu reduzieren. Für eine Abkehr vom Büro sieht der Makler aber keine Hinweise. Dieses sei schließlich mehr als eine Arbeitsstätte, nämlich ein Ort des Austauschs. Unternehmen, die Flächen suchten, schauten zudem nicht nur auf die von der Krise geprägte aktuelle Lage, sondern planten für zehn bis 15 Jahre, betonte Martinez.

Trotz der Krise beobachtet BNP Paribas Real Estate weiter steigende Mieten. Die Durchschnittsmiete sieht das Maklerhaus bei 20,80 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenmiete, die etwa in den oberen Etagen der neuen Hochhäuser erreicht wird, sogar bei 47 Euro pro Quadratmeter.

Auch Investoren haben nach Beobachtung des Maklerhauses weiterhin großes Interesse an Büroflächen in Frankfurt. Selbst im Krisenjahr 2020 wechselten für mehr als sechs Milliarden Euro Gewerbeimmobilien die Eigentümer. Größter Deal war der Verkauf des Silberturms im Bahnhofsviertel für etwa 600 Millionen Euro. Das Händlerzentrum der Commerzbank an der Mainzer Landstraße wurde nach Zahlen des Maklerhauses für mehr als 500 Millionen Euro verkauft.

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