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Der Widerstand scheint sich gelohnt zu haben. Am Ikea-Markt Nieder-Eschbach entsteht wohl so schnell kein neues Gewerbegebiet. Foto: Peter Jülich
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Der Widerstand scheint sich gelohnt zu haben. Am Ikea-Markt Nieder-Eschbach entsteht wohl so schnell kein neues Gewerbegebiet.

Koalition in Frankfurt

Frankfurt: Kein neues Gewerbegebiet im Norden

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die neue Koalition im Frankfurter Römer will den Osthafen als Industrieareal sichern, aber zunächst keine neuen großen Gewerbeflächen schaffen.

Die neue Frankfurter Koalition wird die Entwicklung eines großen Gewerbegebiets am Bad Homburger Kreuz nicht vorantreiben. Das Bündnis setze auf Innen- vor Außenentwicklung, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags, in dem das Areal am Ikea-Markt im Stadtteil Nieder-Eschbach nicht einmal erwähnt wird. Er wies etwa auf die großen ungenutzten Flächen im Industriepark Griesheim hin, der sich in ein nachhaltiges Gewerbegebiet wandeln soll. Erst wenn die Innenentwicklung nicht mehr ausreiche, um den Bedarf an Gewerbeflächen zu decken, werde man die Ausweisung neuer Gebiete prüfen, sagte er.

Klar positioniert sich die neue Koalition gegen eine weitere Umwandlung von Industrie- und Gewerbegebieten in Wohnquartiere. So soll etwa der Osthafen, den Projektentwickler gern mit Wohnraum bebauen würden, als Industriegebiet erhalten bleiben. Gewerbebetriebe sollen auch vor der Konkurrenz der Rechenzentren geschützt werden, die nicht nur in Frankfurt massiv auf Flächensuche sind. Dazu schlägt die Koalition vor, dass sich Rechenzentren nur in bestimmten Bereichen ansiedeln dürfen.

Handwerkerhöfe und ein „House of Creativity“ sollen in Frankfurt entstehen

Stärken will das Bündnis etwa das Handwerk. Die schon lange geplanten Handwerkerhöfe sollen entstehen und Wohnheime für Auszubildende. Im Fokus stehen aber auch Start-ups und die Kreativwirtschaft. Für diese will die Koalition ein „House of Creativity“ schaffen lassen.

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt zunächst bei 460 Punkten. Sobald die Corona-Krise vorüber ist, will die Koalition aber prüfen lassen, ob eine einjährige Senkung zur Belebung der Wirtschaft finanziell möglich wäre. Besonders unter der Pandemie leidende Branchen sollen unterstützt werden; etwa über eine befristete Entlastung der Gebühren für die Außengastronomie.

Die Stadt soll nur noch nach klaren Prioritäten investieren

Auch in der Krise soll die Stadt nach Vorstellungen der Koalition weiter investieren, das allerdings nach klaren Prioritäten. Vorrang haben künftig in dieser Reihenfolge Klimaschutz und Klimawandelanpassung, Bildung und Betreuung, Verkehrswende und bezahlbarer Wohnraum. Auch bei den laufenden Ausgaben setzt die Koalition Prioritäten. Ganz oben stehen Leistungen im Bereich Soziales und Gesundheit, Ausgaben zur Behebung von strukturellen Benachteiligungen sowie in den Bereichen Bildung, Betreuung und Kultur. cm

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