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Verkehr

Keine Mobilität auf Nachfrage

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt streicht das geplante Angebot, weil sie sparen muss. Der Verkehrsausschuss debattiert außerdem über den Ausbau der A5.

In Frankfurt wird es ab Dezember keine Mobilität auf Nachfrage („Mobility on demand“) geben. Das sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Dienstagabend im Verkehrausschuss des Römers. Die Stadt müsse sparen, führte er aus. „Ich habe den Stiefel des Kämmerers im Nacken.“

Mit Mobility on demand ist ein Verkehrsangebot gemeint, bei dem Nutzer:innen ein Fahrzeug bestellen, das sie abholt und zum gewünschten Ziel bringt. Anrufsammelbus wäre eine mögliche Übersetzung; allerdings funktionieren diese Systeme meist per App. Denkbar wäre ein solches Angebot im Frankfurter Norden. Dort sind Nieder-Erlenbach und Harheim nicht an das U-Bahn-Netz angeschlossen. Viele Menschen fahren Auto, statt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, der in Randzeiten selten fährt.

Oesterling sagte außerdem weitere Einschränkungen im Nahverkehr als Folge der zweiten Welle der Coronapandemie voraus. Wie bei der ersten Welle im Frühjahr sei davon auszugehen, dass Fahrpersonal ausfallen werde. Daher müssten die Nahverkehrsbetriebe den öffentlichen Nahverkehr voraussichtlich erneut ausdünnen. Er rechne außerdem damit, dass die Bundesregierung weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens verordnen werde.

Martin Kliehm (Linke) bat darum, die Verkehrsgesellschaft Traffiq solle weiterhin lange Züge einsetzen und die Wagenzahl nicht verringern. So könnten sich die Fahrgäste besser verteilen. Unverständnis löste im Ausschuss die Absicht der Landesbaubehörde Hessen Mobil aus. Sie will die A5 zwischen Friedberg und Nordwestkreuz von sechs auf bis zu zehn Fahrspuren ausbauen. „Total anachronistisch“, urteilte Martin Kliehm.

„Kein erweiterter Ausbau, wir wollen eine Verkehrswende“, forderte Eugen Emmerling (SPD). „Die Grünen sind gegen jeglichen Autobahnausbau in Frankfurt“, hielt Wolfgang Siefert (Grüne) fest. Aus der CDU-Fraktion ergriff niemand das Wort.

Klaus Oesterling sagte: „Ein zehnspuriger Ausbau passt absolut nicht in unsere Zeit.“ Die Stadt werde dem Projekt nicht zustimmen. Unklar war, ob es sechs oder acht Fahrspuren plus zwei Standstreifen geben soll.

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