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Wer am Fluss wohnt oder im Ruderboot unterwegs ist, kann sich von Wassermotorrädern gestört fühlen.
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Wer am Fluss wohnt oder im Ruderboot unterwegs ist, kann sich von Wassermotorrädern gestört fühlen.

Frankfurt

Frankfurt: Kein Jetski-Verbot auf dem Main

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Trotz Beschwerden gibt es kein allgemeines Fahrverbot für Jetskis in Frankfurt, nur das Figurenfahren ist untersagt. Die Kontrolle dafür liegt indes beim Bund, nicht bei der Stadt.

Auf dem Main wird es vorerst nicht ruhiger werden. Es gebe kein generelles Fahrverbot für Wassermotorräder, teilt die Wasserschutzpolizei auf Anfrage mit. Der Ortsbeirat 1 hatte sich in dieser Woche mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass Wassermotorräder auf dem Main ausgebremst werden sollen, um etwa Ruderinnen, Ruderer und Anwohnende zu schützen. Diese hätten sich oft beschwert. Einem Antrag der Grünen folgend sollte der Magistrat die Wasserschutzpolizei auffordern, ein Verbot von Jetskis auf dem Main konsequent umzusetzen.

Fahrten zu ausgewiesenen Strecken und sogenannte Wanderfahrten, also Touren „mit klar erkennbarem Geradeauskurs“, sind zulässig, hat Andreas Rieger vom Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium bei der Wasserschutzpolizei in Erfahrung gebracht. Nicht erlaubt seien lediglich davon abweichende Fahrweisen. Dazu gehörte etwa das Umherfahren in Form von Pirouetten und Springen. Erlaubt sei das nur auf ausgewiesenen Strecken, auf dem Main etwa im Raum Offenbach/Rumpenheim, nicht aber in Frankfurt.

Bis zu 200 Euro Bußgeld

Beschwerden über „wild umherfahrende“ Wassermotorräder liegen auch der Wasserschutzpolizei vor, so Rieger. Im vergangenen Jahr habe sie vermehrt Hinweise erhalten. „Tatsächliche Verfehlungen und Feststellungen dazu gab es allerdings nur vereinzelt.“ Hauptsächlich konnten Missachtungen nur außerhalb des Stadtgebiets festgestellt werden.

Wer sich ordnungswidrig verhalte, werde zunächst über sein Fehlverhalten belehrt, so Rieger. Im weiteren Verlauf komme es zu einer mündlichen Verwarnung bis hin zu einer Anzeige mit Bußgeldandrohung sowie gegebenenfalls Platzverweis. Die Höhe der Verwarnungsgelder variiert in einem Bereich von 35 bis 55 Euro, Bußgelder zwischen 100 und 200 Euro. Zuständig für Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs und damit auch für die Verkehrsregeln und die Durchführung von Bußgeldverfahren auf dem Main ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, nicht die Stadt Frankfurt, sagt Andreas Rieger.

Die Grünen im Ortsbeirat wollten dafür sorgen, dass alle Wassersportler:innen und Flanierenden am Flussufer zu ihrem Recht kommen, sagt Antragssteller Alexander Mitsch. Die FDP und der Vertreter der BFF stimmten gegen den Antrag. Der Main sei eine Fläche für alle, sagte Stephan Korte (FDP), „das kann funktionieren, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen“. Die Grünen hätten „den Drang, alles zu verbieten was Spaß macht“.

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