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Auch Motivwagen haben ein Verfallsdatum.

Fastnacht

Frankfurt: Karnevalsumzug und Jahrmarkt an der Hauptwache

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Der sonntägliche Fastnachtsumzug in Frankfurt wird zum dreitägigen Jahrmarkt an der Hauptwache erweitert. Bereits am Freitag geht es los.

Um den närrischen Umzug am Sonntag herum wird es in dieser Fastnachtssaison erstmals einen dreitägigen Fastnachtsjahrmarkt an der Hauptwache geben. Ein Kinderkarussell, Buden mit Speisen und Getränken und „karnevaltypische Musik“ stimmen am zentralen Innenstadtplatz schon ab Freitag auf den großen Zug am Sonntag ein – jeweils bis in die frühen Abendstunden.

Auch nach der Parade am Sonntag könne dort an einer DJ-Bühne noch weitergefeiert werden, sagt der Pressesprecher des Großen Rats der Karnevalsvereine. Ganz spontan könnten dort auch die Vereine noch mal etwas darbieten. „Nach dem Zug verläuft es sich sonst immer so schnell, da kann man sich dann noch mal treffen.“

Fastnachtszug

Am Fastnachtssonntag, 23. Februar, lädt der Große Rat der Karnevalsvereine Frankfurt zum Umzug durch die Innenstadt ein.

Der Zug geht um 12.21 Uhran der Neuen Mainzer Straße los. Er endet um halb fünf. Ziel ist der Römerberg.

Für Autoverkehr ist die Innenstadtvon 9 bis 17 Uhr gesperrt. Straßen- und U-Bahnen sind länger und fahren häufiger als üblich. Die Straßenbahn ist im Zentrum unterbrochen.

Ein „Karnevalistischer Gottesdienst“findet um 11.01 Uhr in der Liebfrauenkirche statt.

Neu ist der Fastnachtsjahrmarktvon Freitag bis Sonntag zwischen 10 und 20 Uhr an der Hauptwache. Die „After-Zug-Party“ am Sonntag ab 16.11 Uhr ist dort der Höhepunkt. svo

Diese Idee gebe es schon länger, das Konzept solle in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit Schaustellern weiter ausgebaut werden.

Der Umzug am Fastnachtssonntag steht ganz im Zeichen des Handwerks, wie der Präsident des Großen Rats, Axel Heilmann, bei der Pressekonferenz am Dienstag in der FSV-Arena sagte. Zu sehen ist das in 3200 Stunden Arbeit allein für den Motivwagen, mit dem der Große Rat durch die Straßen ziehen wird. 61 Meter Kabel, 23 Kilo Schrauben, 165 Meter Stahlrohre und 135 Quadratmeter Holzplatten sind in einer Nachbildung der Alten Oper auf Rädern verbaut. „Das ist ein großes Hobby.“

Mit barockem Schnörkelmuster tapeziert, befindet sich darin sogar eine luxuriös anmutende Toilette. „Sie ist so gut geworden, wir hatten schon die Befürchtung, dass einer länger darauf bleibt, als er muss.“ Sich selbst und dem gemeinen Volk am Straßenrand wünscht man natürlich blauen Himmel und Sonnenschein. Je nach Wetter werden für den Sonntagnachmittag bis zu 300 000 Kinder und Erwachsene erwartet, die das Spektakel an der vier Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt verfolgen können.

Über 200 Gruppen und Vereine beteiligen sich mit 4300 Personen, 63 Gardetanzgruppen, 18 Musikkapellen und fast 100 Wagen ziehen um 12:21 Uhr vom Mainufer los. Von dort geht es im Uhrzeigersinn durch das Zentrum: Über Willy-Brandt-Platz und Roßmarkt zur Hauptwache, über Töngesgasse und Kurt-Schumacher-Straße, mit Schleife in die Braubachstraße zum Römerberg. Punktgenau um 13.11 Uhr soll das Cabrio mit Heilmann und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Ehrentribüne am Römer erreichen, von wo aus der HR live berichtet. Bis dahin müssen noch Vorbereitungen getroffen werden. „Das ist ja keine Pappnasenveranstaltung, sondern eine Großveranstaltung“, sagt Heilmann hinsichtlich Organisation, Sicherheit, Reinigung und Verkehrsführung. Das Halteverbot am Mainkai, wo die Narren sich versammeln, gilt ab acht Uhr. Ab neun Uhr wird die Innenstadt dichtgemacht. Das Zugende kommt gegen 16:30 am Römer an, danach wird die Sperrung aufgehoben.

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