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Frankfurt: „Kann Sprache gerecht sein?“

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Von: Yağmur Ekim Çay

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Bald beginnt eine neue Diskussionsreihe in Frankfurt. Dabei soll es etwa um die Forderung nach einer gerechten Sprache und mögliche Tücken gehen.

Seit dem Jahr 2010 veranstalten vier namhafte Frankfurter Institutionen - die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, das Freie Deutsche Hochstift, das Haus am Dom und das Jüdische Museum - gemeinsam die Frankfurter Hausgespräche. Bei diesen öffentlichen Diskussionsabenden wird jedes Jahr ein gemeinsames Thema aus verschiedenen Blickwinkeln erörtert. Dieses Jahr ist es die „gerechte Sprache“.

Die aktuelle Runde zu „Soll, muss und kann Sprache fair sein?“ findet vom 27. April bis zum 18. Mai 2022 an vier Abenden an verschiedenen Orten in Frankfurt statt. Es wird um den Wunsch nach einer gerechten Sprache und um ihre Tücken gehen; um die verbindene Idee einer universellen Sprache, wie sie im Esperanto und anderen Plansprachen zum Ausdruck kommt.

Weitere Themen sind Sprachgerechtigkeit durch Mehrsprachigkeit in einem Einwanderungsland wie Deutschland und die bewusstseinsbildene Kraft der Sprache in der Epoche der Romantik.

Pluralität der Kulturen

Den Auftakt macht die Podiumsdiskussion „Die Forderung nach gerechter Sprache - sprachphilosophisch, sprachwissenschaftlich und sprachpolitisch betrachtet“ am 27. April 2022 um 19.30 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt. Es wird eine Diskussion über die Absichten und Folgen der Forderung nach gerechter Sprache geben.

Es folgt eine Diskussion am 4. Mai um 19 Uhr im Jüdischen Museum Frankfurt über Ludwig Leyzer Zamenhof, der 1887 seine Idee der „universalen Sprache“ Esperanto publizierte, die mit wenigen Regeln auskommt und unter anderem Bewohner jüdischer Shtetls mit anderen Minderheiten verbinden sollte. Esperanto wird noch heute von Millionen Mensch praktiziert

Um die Pluralität der Kulturen, Vielfalt der Sprachen in Deutschland und um die Ziele der Sprachbildung geht es bei der Diskussion um „Sprachengerechtigkeit durch Mehrsprachigkeit“ am 11. Mai im Haus am Dom.

Die Abschlussdiskussion „Sprachgewalt – Sprachgerechtigkeit: Ein Thema der Romantik?“ am 18. Mai um 19.30 Uhr im Arkadensaal befasst sich mit dem Lebensgefühl der Goethezeit, der die Idee, dass man durch Sprache die Welt nicht nur fasst, sondern auch gestaltet, wohlbekannt war.

Weitere Informationen zu den Inhalten und zur Anmeldung unter www.frankfurter-hausgespraeche.de

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