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Armand Zorn.

Politik

Kampfkandidaturen bei der SPD

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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In beiden Wahlkreisen für den Bundestag bewerben sich zwei Sozialdemokraten als Kandidat - auch Armand Zorn hat seine Kandidatur angekündigt.

Der Unternehmensberater Armand Zorn, der im Vorstand der Frankfurter SPD sitzt, will sich als Kandidat zur Wahl des Deutschen Bundestags im Herbst 2021 aufstellen lassen. „Ich will etwas bewegen“, sagt der 32-jährige Digitalisierungsexperte der Frankfurter SPD ist.

Deutschland habe die Digitalisierung und die Klimakrise verschlafen und müsse sich um eine nachhaltige Wirtschaft und die Zukunft der Arbeitsplätze kümmern. Auch die Bekämpfung von Armut, Gewalt und Unterdrückung weltweit sowie eine Politik auf Augenhöhe mit Frankfurterinnen und Frankfurtern und den außerparlamentarischen Bewegungen und Initiativen stehen in seinem Kurzprogramm, das er am Vortag an Parteimitglieder verschickt hat. „Ich habe tolle Rückmeldungen bekommen, mein Telefon glüht“, berichtet er.

Armand Zorn will für die SPD im Wahlkreis 182 im nordwestlichen Teil Frankfurts kandidieren. Doch damit ist er nicht allein. Auch der Rechtsanwalt Oliver Strank (41), Ortsvorsteher des Ortsbeirats 1, hat seine erneute Kandidatur für den Bundestag angekündigt. Er hatte schon 2017 kandidiert, unterlag aber dem CDU-Politiker Matthias Zimmer.

Parteitag im November

Es ist nicht die einzige Kampfkandidatur beim SPD-Parteitag zur Nominierung der Bundestagskandidaten am 28. November. Auch im zweiten Frankfurter Wahlkreis, dem Wahlkreis 183 im Norden, Osten und Süden der Stadt, gibt es zwei Bewerber. Der 31-jährige Kaweh Mansoori, Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Süd, tritt gegen die Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (61) an, die erstmals 2013 ins Parlament einzog.

„Wer letztlich für den Bundestag kandidieren darf, müssen die Delegierten entscheiden, aber es ist wichtig, ihnen ein Angebot zu machen“, sagt Armand Zorn. Geboren wurde er in Kamerun, mit zwölf Jahren kam er mit seinen Eltern nach Deutschland, machte Abitur, studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Wirtschaftsrecht, arbeitete im Bundesfinanzministerium, im Deutschen Bundestag, in der Französischen Nationalversammlung, beim Europäischen Auswärtigen Dienst, nun bei Pricewaterhouse Coopers. SPD-Mitglied ist er seit 2010. Seit 2015 ist er in Frankfurt politisch aktiv.

Die SPD in Frankfurt sieht er beim Thema Diversität gut aufgestellt, unter anderem mit Parteichef Mike Josef und dem Landtagsabgeordneten Turgut Yüksel. Aber der Bundestag, sagt Zorn, könne durchaus mehr Diversität vertragen.

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