Ostend

Kampf um Wohnraum in Frankfurt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Mieterinnen und Mieter protestieren im Frankfurter Ostend. Sie wollen nicht hinnehmen, dass 257 Sozialwohnungen aus der Bindung fallen sollen.

Mieterinnen und Mieter einer Wohnanlage im Frankfurter Ostend rufen für Mittwoch, 30. September, zu einer Protestaktion auf. Mit der Kundgebung, die um 18.30 Uhr auf dem Spielplatz zwischen den Häusern Jacob-Carl-Junior-Straße 2 und Waldschmidtstraße 45 beginnt, wehren sie sich dagegen, dass 257 Wohnungen in 16 Häusern zum Jahresende ihre Sozialbindung verlieren sollen.

Sie befürchten, dass damit eine Verdrängung einkommensschwacher Haushalte beginnt und sie sich langfristig ihr Zuhause nicht mehr leisten können. Besonders schwierig werde es für Menschen, die auf behindertenfreundliche Wohnungen angewiesen seien. In der Wohnanlage an der Ecke Waldschmidtstraße/Wittelsbacher Allee gebe es viele solcher Wohnungen in der Sozialbindung. Sonst seien diese in Frankfurt Mangelware.

Verhandlungen zwischen Stadt und Eigentümer über eine Verlängerung der Sozialbindungen seien offenbar erfolglos gewesen, beklagt die Mieter*innen-Initiative WWJ. Das zeige ein Brief des Vermieters, der darauf hindeute, dass er die Kaltmieten schon zum Jahresbeginn 2021 um 15 Prozent erhöhe. Die Mieterinnen und Mieter zeigen sich enttäuscht und verärgert über diese Nachricht. Zumal Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sich in einem Schreiben an sie noch vor kurzem optimistisch gezeigt habe, dass die Sozialbindungen verlängert werden könnten.

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