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Kampagne „Stop-Pickpockets“: Bloß nicht ablenken lassen.
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Kampagne „Stop-Pickpockets“: Bloß nicht ablenken lassen.

Kriminalität

Frankfurt: Kampagne gegen Taschendiebe – Polizei warnt Reisende am Hauptbahnhof

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Bundespolizei verstärkt mit der Kampagne „Stop-Pickpockets“ am Frankfurter Hauptbahnhof den Kampf gegen Taschendiebe.

Frankfurt – Eine Frau läuft durch den Frankfurter Hauptbahnhof. Sie ist von dem Gewusel etwas abgelenkt, außerdem sucht sie das richtige Gleis. Plötzlich geht jemand vor ihr in die Hocke, bindet sich den Schuh, die Passantin muss stehen bleiben, sonst würde sie stolpern. Den kurzen Moment der Konfusion nutzt Eric Finkler und stiehlt der Frau das Handy aus der Gesäßtasche. Das geht ganz schnell, ein Verbrechen in zwei, drei Sekunden.

Danach gibt Finkler das Handy allerdings zurück, er ist kein Taschendieb. Finkler ist Polizist, beklaut hat er am Dienstag (15.06.2021) seine Kollegin Brigitte Kreutzer. Die zwei sind der Showteil der Präventionskampagne „Stop Pickpockets“, also „Stoppt Taschendiebe“. Den internationalen Touch hat die Kampagne, weil sie eine konzertierte Aktion von 16 EU-Staaten zur Europameisterschaft ist. Seit März gibt es entsprechende Flyer, Plakate und Internetaktionen mit den animierten Figuren „Bumos“, den bunten Monstern.

Hauptbahnhof Frankfurt: „Falsche Touristen“, „Scheibenklopfer“ und „Blumenschenker“

Da gibt es den „Blumenschenker“, der umarmt und dabei zugreift. Oder den falschen Touristen, der den Weg sucht und mit der Karte wedelt und so ablenkt. Oder den „Scheibenklopfer“, der auf dem Bahnsteig die Reisenden auf sich aufmerksam macht, derweil die Komplizen im Abteil Handy, Portemonnaie oder gleich die ganze Tasche stehlen.

Von Monstern und Dieben

Die Bumos kommen , das ist die Abkürzung von „Bunte Monster“. Besagte Unholde agieren in animierten Filmen zu den Tricks von Taschendiebe. Die Bundespolizei spielt sie auf ihren Social Media-Kanälen aus.

Nicht wegschauen! , bittet die Bundespolizei. Wer Taschendiebe beobachtet, soll die nächste Dienststelle informieren oder die Bundespolizei anrufen unter: 0800 6 888 000, oder 110.

Info: www.stop-pickpockets.eu

Die wichtigsten Regeln für Reisende: aufmerksam bleiben, wachsam, alle Wertsachen vorn am Körper tragen, Handtaschen schließen. Wer dennoch beklaut wird, solle sich schnell an die nächste Dienststelle wenden, empfiehlt die Bundespolizei. Der Hauptbahnhof ist immerhin fast überall videoüberwacht. Die Polizei ist zudem mit Streifen und zivilen Fahndern im Einsatz.

„Die Reisenden sollen sehen, dass die Bundespolizei für ihre Sicherheit am Hauptbahnhof in Frankfurt jederzeit aktiv und ansprechbar ist“, sagt Madlen Gierke, die stellvertretende Dienststellenleiterin.

Polizei: 65 Delikte pro Tag am Hauptbahnhof Frankfurt

Vor Corona sei das Phänomen Taschendiebstahl am Hauptbahnhof recht verbreitet gewesen, berichtet die Polizeirätin. Bis zu 65 Delikte am Tag habe die Polizei gezählt. Was nach viel klingt, relativiert sich ein bisschen beim Blick auf die Menschenmenge: 450 000 Reisende nutzten den Knotenpunkt Hauptbahnhof am Tag. Vor Corona.

In der Pandemie hat die Zahl der Delikte abgenommen. Mit den Lockerungen erwartet die Polizei wieder einen Anstieg der Fallzahlen. „Die Menschen müssen nach Homeoffice und Lockdown ihren Gefahrenradar wieder einstellen“, sagt Polizeisprecher Christian Altenhofen. Das habe sich bereits nach dem ersten Lockdown im Vorjahr gezeigt.

Trickdiebpaar der Polizei: Zahlreiche Vorführungen am Hauptbahnhof Frankfurt

Darum war die Polizei am Dienstag von 10 bis 17 Uhr im Kampagneneinsatz. Das Trickdiebpaar absolvierte zweimal pro Stunde eine Vorführung, die anderen Kräfte beobachteten mit Argusaugen das Publikum. Nicht, dass sich bei der Polizeivorführung noch Taschendiebe ans Werk gemacht hätten. Andere standen an Infotischen bereit und beantworteten Fragen. Weitere Aktionstage plant die Polizei zu den Spieltagen der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM 2021 am 19. und 23. Juni. Außerdem noch am 20. Juli. (Georg Grodensky)

Erst vor Kurzem sah sich die Frankfurter Polizei mit einem erneuten Skandal konfrontiert.

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