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Kandidiert auf Platz sechs, obwohl er noch Mitglied von „Die Partei“ ist: Leo Fischer.
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Kandidiert auf Platz sechs, obwohl er noch Mitglied von „Die Partei“ ist: Leo Fischer.

Kommunalwahl Frankfurt

Von Titanic über die Partei zu Ökolinx: Leo Fischer tritt bei Kommunalwahl in Frankfurt an

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Die Wähler:innen-Vereinigung will bei der Wahl am 14. März Fraktionsstatus erlangen. Dafür haben sie sich bekannte Unterstützung geholt.

  • Bei der Kommunalwahl in Frankfurt steht eine weitere bekannte Person auf der Wahlliste von Ökolinx.
  • Leo Fischer war früher Chefredakteur der Titanic – und ist Mitglied bei „Die Partei“.
  • Auf der Wahlliste von Ökolinx stehen aber auch andere prominente Namen.

Frankfurt - Mit einer Liste von 71 Kandidatinnen und Kandidaten geht die Wähler:innen-Vereinigung Ökolinx in die Kommunalwahl am 14. März. Und mancher Name hat das Potenzial, für Aufregung und Unmut zu sorgen.

Leo Fischer bei Ökolinx: Seine Karriere begann er in der Satire

Auf Platz sechs etwa kandidiert Leo Fischer. Der Journalist war bis 2013 Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“. Vor allem aber ist er Mitglied der Partei „Die Partei“, die im Umfeld der „Titanic“ gegründet wurde. 2011 trat Fischer für „Die Partei“ bei der Kommunalwahl an. Anders als Nico Wehnemann fünf Jahre später schaffte er es aber nicht in den Römer. 2013 und 2017 versuchte er sich bei der Bundestagswahl als Direktkandidat. Bis Sommer 2019 gehörte Fischer dem Bundesvorstand der „Partei“ an. Aus Protest gegen den Umgang mit Sexismusvorwürfen trat er zurück.

Jutta Ditfurth führt die Ökolinx-Liste als Spitzenkandidatin an.

Auch andere Kandidatinnen und Kandidaten auf der Ökolinx-Liste haben eine Vergangenheit bei anderen Parteien. Die Publizistin Veronika Kracher etwa gehört der Linken an. Hinzu kommen gleich drei frühere Asta-Vorsitzende der Goethe-Universität, die für die Grüne Hochschulgruppe aktiv waren: Valentin Fuchs, Nadia Sergan und Daniel Katzenmaier.

Ökolinx bei der Kommunalwahl: Spitzenpositionen stehen fest

Keine Überraschungen gibt es auf den Plätzen eins und zwei. Jutta Ditfurth ist Spitzenkandidatin, gefolgt von Manfred Zieran. Beide zählten vor mehr als 40 Jahren zu den Gründerinnen und Gründern der Grünen und sitzen im Stadtparlament. Im Gespräch mit der FR betonte Ditfurth, wie international die Liste sei. Die Kandidatinnen und Kandidaten kommen aus acht europäischen Ländern, dazu finde sich Bewerber:innen mit pakistanischem oder ägyptischen Hintergrund. Ökolinx-Mitstreiter aus Eritrea und Mosambik, durften „wegen des rassistischen deutschen Wahlrechts nicht kandidieren, obwohl sie von klein auf in Frankfurt leben“, so Ditfurth.

Entscheidend wird für Ökolinx sein, diesmal drei Mandate zu kommen. Derzeit ist die Wähler:innen-Vereinigung im Römer nur zu zweit – mit weitreichenden Konsequenzen. Ditfurth und Zieran bekommen keine Fraktionsmittel, haben weniger Redezeit und dürfen nicht an den Runden der Fraktionsgeschäftsführer teilnehmen, in der wichtige Entscheidungen zum Ablauf der Sitzungen fallen.

Ökolinx wird deshalb verstärkt um das Listenkreuz werben. Einzelne Kreuze, die Ditfurth und Zieran wegen ihrer Prominenz in der linken Szene erhalten, seien zwar eine Anerkennung, aber auf dem Weg zum Fraktionsstatus nur begrenzt hilfreich, so Ditfurth. (Georg Leppert)

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