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Begegnungskonzert: Schüler aus Frankfurt und der Region treffen sich zum Musizieren in der Aula der Liebigschule in Praunheim. Im Foto das Orchester der Frauenwaldschule Bad Nauheim.

Kultur

Frankfurt: Junge Musiker aus zwölf Schulen

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Das Regionalkonzert in der Liebigschule ist eine Mischung aus Konzert und Wettbewerb.

Die Aula der Liebigschule in Praunheim hat sich gestern im Ausnahmezustand befunden. Während der Schulbetrieb in der Europaschule regulär lief, ertönten aus der Aula Blechblasinstrumente und die Gesangsstimmen von Schülerinnen und Schülern. Die Bühne der Aula reichte kaum aus, auch vor ihr standen Stühle für die Musizierenden.

Alle Stühle beanspruchte das Sinfonie-Orchester der Augustinerschule aus Friedberg mit 93 Schülerinnen und Schülern. Sie spielten zwei ungarische Tänze von Johannes Brahms. Das erste Schulhalbjahr hatte das Orchester Stücke eingeübt. Jonathan und Falk spielen im Sinfonieorchester und sagen, dass ihnen am Regionalkonzert gefalle, dass es durch die verschiedenen Ensembles abwechslungsreich sei.

Außer ihnen trat etwa die Chor- und Ukulelenklasse der Grundschule Am Hasenberg aus Neu-Anspach auf. Sie spielte Smetanas „Die Moldau“. Sie illustrierten ihren Auftritt zusätzlich mit Bildern, die die Etappe des Flusses zeigten. Begeistert hat das Vokalquartett der Christian-Wirth-Schule aus Usingen unter der Leitung von Thorsten Hampel, die „For The Longest Time“ von Billy Joel sangen.

Die Liebigschule öffnete dieses Jahr zum zweiten Mal die Türen der Aula für das Regionalkonzert, an dem elf Schulen aus der Rhein-Main-Gegend füreinander musizierten. Katja Schilling, Musiklehrerin der Liebigschule, hat das Konzert letztes Jahr zurück nach Frankfurt geholt. Das landesweite Konzert „Schulen in Hessen musizieren“ gibt es seit 1978 in Verbindung mit dem Kultusministerium und dem Bundesverband Musikunterricht (BMU). Seit 2004 hat kein Regionalkonzert in Frankfurt stattgefunden. Es habe sich niemand gefunden, um das Regionalkonzert zu organisieren, sagte Schilling. Dieses Jahr organisierte sie es zum zweiten Mal.

„Ab dreimal wird es Tradition“, sagte Christoph Gotthardt, Fachberater Kultur am Staatlichen Schulamt Frankfurt. „Das wäre für Frankfurt ein Verlust, wenn es das nicht gebe“, sagte er. Schillings Motivation, das Konzert zu organisieren, sei zu zeigen, was an anderen Schulen passiere. Die Schülerinnen und Schüler könnten sich vorspielen und trainieren, sich gegenseitig zuzuhören, so Schilling. Das Regionalkonzert ist eines von neun in Hessen. Von allen Konzerten wählt der BMU Schulen aus, die auf dem Landeskonzert in Wiesbaden spielen.

Die Regionalveranstaltung sei eine Mischung aus Konzert und Wettbewerb. In Wiesbaden treten einige der besten Schulen auf. „Es wird ein guter Schnitt durch alle Schulformen gefunden“, sagt Wolfram Gaigl von der Kronberger Altkönigschule. Er organisierte bis 2004 einige Male das Konzert. Er stellte die Organisation ein, da er darüber hinaus zu viel zu tun gehabt habe, sagt er. Gestern war er mit seinem Chor in die Liebigschule.

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