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Tor! Die Tifosi auf dem Frankfurter Merianplatz bejubeln das 1:1 für Italien im EM-Finale 2021. Monika Müller
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Tor! Die Tifosi auf dem Frankfurter Merianplatz bejubeln das 1:1 für Italien im EM-Finale 2021.

EM-Finale in Frankfurt

Frankfurt: Jubelnde Tifosi bestimmen Stadtbild

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Cafés und Restaurants in Frankfurt machen das EM-Finale zwischen Italien und England zum Public Viewing. Am Ende feiern die Italiener.

Durch das gesamte Isoletta, ach was, die ganze Berger Straße brandete um 23.54 Uhr tosender Jubel auf. Die Tifosi im italienischen Restaurant lagen sich in den Armen und feierten ihren Europameister. Das 4:3 im Elfmeterschießen gegen England wurde wild jubelnd mit Gesängen, Tänzen und anschließend Autocorso in ganz Frankfurt gefeiert.

Die Frankfurter Innenstadt ist am Sonntagabend fest in italienischer Hand. Schon gegen 20 Uhr sind die Tische in den Cafés vom Eschenheimer Turm bis zur Hauptwache voll besetzt. Alle, die an diesem Tag ein gutes Geschäft machen wollen, haben sich einen oder gleich mehrere Fernseher nach draußen gestellt. Je größer, desto besser. Public Viewing zum Finale der Europameisterschaft zwischen England und Italien wie zu besten Vor-Corona-Zeiten. Nur eben in der ganzen Stadt verteilt.

Frankfurt: Stadt ist beim EM-Finale fest in italienischer Hand

Neben den vielen neutralen Fußballfans dominieren die Farben der Squadra Azzurra. Blaue Trikots, vereinzelt weiße Jerseys und Fahnen in grün-weiß-rot werden um die Schultern getragen oder gleich über den Tisch gelegt. Die Mitarbeiter eines asiatischen Restaurants am Roßmarkt tragen aufgrund des Andrangs kurzerhand alle verbliebenen Sitzmöglichkeiten nach draußen. Drei Fernseher sind aufgebaut. Gleich ist Anstoß, es kann losgehen.

Frankfurt: Wechselbad der Gefühle bei Italiener:innen während des EM-Finales

Im Außenbereich des Isoletta an der Berger Straße am Tisch von Veronica herrscht purer Optimismus, den ersten EM-Titel seit 1968 zu holen. „Wir gewinnen“, sagt die 27-Jährige. Sie trägt ein blaues Trikot mit der Nummer 93 und ihrem Namen auf dem Rücken. Die Nationalhymne wird inbrünstig mitgesungen.

England-Fans gibt es hier keine. Kaum hingesetzt geht ein kollektives Raunen durch das italienische Restaurant. England geht nach zwei Minuten 1:0 in Führung. Jetzt fängt das Hadern an. Der Kellner schüttelt nach einer unnötig verschuldeten Ecke den Kopf. Bei schlechten Pässen wird abgewunken. „Bravo Gigio“, wird nach einer gelungenen Parade von Keeper Donnarumma gejubelt. Ein langgezogenes Ooooooh als Federico Chiesa knapp am Tor der Engländer vorbei schießt. Zur Halbzeit ist die Stimmung am Tisch von Veronica trotzdem gut. Es wird ein Lied angestimmt und mit Bier angestoßen. „Forza Italia“ wird einem vorbeifahrendem Auto zugerufen.

Frankfurt: Italienische Party nach dem EM-Finale

In der zweiten Halbzeit erhöht Italien die Schlagzahl. Bei jeder kleinen Chance wird es laut im Isoletta, bis um 22.27 Uhr beim 1:1 von Leonardo Bonucci ein Jubelsturm ertönt. Die Kellner klatschen die Gäste ab, jetzt geht das Spiel von vorne los. Am Tisch von Veronica sorgen die Männer immer wieder für Erheiterung um sich herum: Merrrdaaa, Stupidooo oder Silenciooo ruft einer den englischen Kickern zu.

Ein Saluteee gibt es für die deutschen Sitznachbarn. Ein Bravooo für Giorgio Chielini, weil er Bukayo Saka am Trikot zieht und eine Chance in der letzten Minute verhindert. Dann Verlängerung. Elfmeterschießen. Party. (Timur Tinc)

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