Tetsuya Yamahara (links) und sein Küchenchef Takateru Takahashi mit den Kochboxen.
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Tetsuya Yamahara (links) und sein Küchenchef Takateru Takahashi mit den Kochboxen.

Gastronomie

Frankfurt: Japanische Pfannkuchen zum Selbermachen

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
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Das Frankfurter Restaurant „Kabuki“ hat sich in der Corona-Krise auf Kochboxen für zu Hause spezialisiert - mit Zutaten und Rezept.

Den Teig mit klein geschnittenem Weißkohl mischen, in die Pfanne geben und mit Garnelen belegen. Schon ist das Okonomiyaki fast fertig. Nach dem Braten kommen noch eine Soße, japanische Mayonnaise, Ingwer und Bonitoflocken drüber. „Okonomiyaki ist ein sehr berühmtes Gericht in Japan, es ist eine Art japanischer Pfannkuchen“, erklärt Tetsuya Yamahara, Geschäftsführer des Frankfurter Restaurants „Kabuki“.

Wer nun Hunger bekommen hat und Okonomiyaki probieren will, muss dafür jetzt nicht mehr das Haus verlassen. Denn das „Kabuki“ bietet seit der Corona-Krise Kochboxen zum Selberkochen an.

Die Idee entstand aus der Not heraus. Wie alle Restaurants musste auch das „Kabuki“ in der Kaiserstraße im März schließen. Jetzt hat es zwar wieder geöffnet, doch einige Mitarbeitende sind noch in Kurzarbeit. „Es ist nicht wie früher“, sagt Yamahara. „Corona wird noch andauern.“

Da kam er auf die Idee mit den Kochboxen. „Im Moment sind es schwierige Zeiten, aber die Menschen wollen zu Hause auch japanische Küche genießen. Die Gerichte sind einfach zu kochen, alle Zutaten sind dabei, die Leute müssen nichts extra kaufen“, sagt Yamahara. In der Tat hat wohl nicht jeder Bonito-Flocken, spezielles Okonomiyaki-Mehl und roten Ingwer zu Hause.

Sechs verschiedene Kochboxen für unter zehn Euro pro Gericht gibt es im Moment auf der Webseite. Wer eine bestellt, bekommt alle Zutaten entweder gefroren oder gekühlt geliefert, zusammen mit einer Anleitung. Außerdem gibt es auch noch Video-Anleitungen auf Youtube.

Bisher läuft das Geschäft erst langsam an. Seit etwa drei Wochen gibt es die Boxen, bisher wurden nur 70 Stück verkauft. Yamahara ist aber sicher, dass das noch mehr wird: „Es gibt bisher kaum japanische Kochboxen in Deutschland.“

Ab einem Bestellwert von 35 Euro liefert das „Kabuki“ in Frankfurt kostenlos, im Frankfurter Umland ab 60 Euro, darunter gegen Gebühr. Ab dieser Woche wird auch deutschlandweit geliefert. Wer will, kann sich die Zutaten nach der Bestellung aber auch im Restaurant in der Kaiserstraße in Frankfurt abholen.

Mit der Zeit sollen es immer mehr Kochboxen werden, sagt Yamahara. Als Nächstes ist eine Kochbox mit Ramen, der beliebten Nudelsuppe, geplant.

Die Kochboxen und einen Onlineshop gibt es unter der folgenden Adresse: https://www.kabuki-restaurant.com/de/kabukidelikahaus/kabuki_kochbox

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