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Ab 2025 fährt die U5 mit dem neuen System. Foto: Christoph Boeckheler
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Ab 2025 fährt die U5 mit dem neuen System-

Mobilität

Frankfurt ist die erste deutsche Stadt mit digitaler Zugsicherung

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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New York, Oslo, Singapur - Frankfurt. Die Mainmetropole bekommt wie andere Großstädte eine digitale Zugsicherung. Mit der Siemens-Technik wird die Kapazität deutlich erhöht.

Die digitale Zugsicherung Digital Train Control soll in Frankfurt für ein Viertel mehr Kapazität bei den U-Bahnen und Straßenbahnen sorgen. Die Züge sollen ein Fünftel weniger Energie verbrauchen. Ein Zwei-Minuten-Takt auf hochfrequentierten U-Bahn-Strecken soll möglich werden.

Das kündigten Michael Rüffer, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, Vertreter von Siemens Mobility und Wolfgang Siefert, der persönliche Referenten von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), am Dienstag gemeinsam an.

Systeme der Zugsicherung miteinander koppeln

Hinter dem Namen Digital Train Control verbirgt sich das Siemens-Zugsicherungssystem CBTC. Es kommt laut Unternehmensangaben im Nahverkehr in mehr als 40 Städten weltweit zum Einsatz, darunter in Paris, London, Kopenhagen, Oslo, Singapur und New York. In Deutschland ist Frankfurt demnach die erste Stadt, die ihr U-Bahn- und Straßenbahn-Netz auf diese Technik umstellt.

Bei S-Bahnen - etwa in Hamburg - kommt die Technik ETCS zum Einsatz, die auf die Eisenbahn-Verkehrsordnung abgestimmt ist. CBTC hat die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) als Grundlage. Die Stadtverordnete Friederike von Franqué (Grüne) regte an, beide Systeme bei der Regionaltangente West miteinander zu verknüpfen.

Bahn ohne Fahrer möglich

Bei Digital Train Control kommunizieren Fahrzeuge und Infrastruktur entlang der Strecke per Funk miteinander. Züge können in einem kürzeren Abstand zueinander fahren. Das Anfahren und Bremsen funktioniert automatisch. Die Fahrerinnen und Fahrer greifen nur noch im Notfall ein und öffnen und schließen die Türen an Haltestellen.

Eine fahrerlose Bahn sei auf unterirdischen Strecken etwa zwischen der Bockenheimer Warte und der Seckbacher Landstraße möglich, sagte Rüffer. Dafür wären weitere Investitionen nötig – etwa Bahnsteigtüren und ein Notfallsystem an Haltestellen.

Ab 2025 soll Digital Train Control auf den Linien U4 und U5 zum Einsatz kommen, wenn die U-Bahn-Strecke ins Europaviertel eröffnet. Danach werden die Linien U1 bis U3, U8 und U9 umgerüstet. Bis 2031 kommen die Linien U6 und U7 an die Reihe.

In der Folge wird das Straßenbahn-Netz umgestellt. Das Straßenverkehrsamt lässt parallel die Ampeln erneuern – das Projekt heißt Frankfurt Mind+. Damit soll eine synchrone Steuerung aller Verkehrsarten möglich sein. Digital Train Control kostet neuen Angaben zufolge rund 250 Millionen Euro.

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