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Frankfurt ist am jüngsten unter deutschen Großstädten

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Von: Sandra Busch

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Wie steht Frankfurt im Vergleich mit anderen deutschen und europäischen Städten da?
Wie steht Frankfurt im Vergleich mit anderen deutschen und europäischen Städten da? © Monika Müller

Die Stadt vergleicht sich mit 14 anderen deutschen Großstädten. Erstmals wird auch ein europaweiter Vergleich gezogen.

Frankfurt ist jung. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten leben verhältnismäßig wenige Senior:innen in der Stadt. Gerade einmal 15,5 Prozent der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt. „Frankfurt fällt da heraus, es hat den geringsten Anteil an Seniorinnen und Senioren“, sagte die für Statistik zuständige Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) am Dienstagmittag bei der Präsentation des neuesten Hefts „Materialien zur Stadtbeobachtung – Frankfurt im Regional- und Großstädtevergleich 2020“. Durchschnittlich beträgt der Anteil an Menschen über 65 Jahren in Deutschland 19 Prozent.

Warum nun in Frankfurt im Verhältnis weniger ältere Menschen leben als in anderen deutschen Städten, „das müssen die Fachleute differenziert betrachten“, sagte O’Sullivan. „Wir nehmen nur Evidenzen auf.“ Aber einer der Gründe könne sein, dass „es unmöglich für Seniorinnen und Senioren ist, aufgrund etwa der Kosten für die Miete in Frankfurt zu leben“.

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass vor allem in den südlichen Städten „eine Überalterung sichtbar ist“, sagte O’Sullivan. 29 Prozent sind in Genua über 65 Jahre alt, 21 Prozent in Barcelona. In Helsinki nur 16,7 Prozent, in Manchester 9,3 Prozent. Erstmals wurden in dem jährlich erscheinenden Heft auch europäische Vergleiche gezogen. „Aber nur punktuell“, sage O’Sullivan. Denn die Daten für den europäischen Austausch ins System zu geben, sei keine Pflicht und daher die Datenlage „nicht so üppig“. Es sei auch „erschreckend, dass nicht nach den gleichen Kriterien die Daten erhoben werden“, sagte O’Sullivan. So würden europäische Entscheidungen auf völlig unterschiedlichen Datengrundlagen getroffen werden.

Auf 235 Seiten werden im Heft Daten aus allen Lebensbereichen zusammengestellt. Daten zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und zu elf weiteren deutschen Metropolregionen, Merkmale von 15 deutschen Großstädten inklusive Frankfurt sowie von 37 weiteren europäischen Städten.

Frankfurt hat nicht nur den geringsten Anteil an Senior:innen in Deutschland, sondern mit 69,8 Prozent auch den höchsten Anteil an Erwerbstätigen. Ein leichtes Minus musste Frankfurt im Pandemiejahr 2020 bei der Beschäftigtendichte verzeichnen, ein Rückgang um 1,7 Prozentpunkte. Dennoch führt die Stadt mit Abstand die Rangliste mit 113,4 Prozent an. An den Statistiken sehe man, „Frankfurt ist und bleibt eine wirtschaftlich starke Stadt im Vergleich zu anderen Großstädten“, sagte O’Sullivan.

Die Materialien zur Stadtbeobachtung gibt es im Internet als Download: www.frankfurt.de/materialien_stadtbeobachtung

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