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Das Zoo-Gesellschaftshaus muss saniert werden. Das Kinder- und Jugendtheater kostet die Stadt zusätzlich 14 Millionen Euro.

Kinder- und Jugendtheater

Frankfurt: Interim im Zoo-Gesellschaftshaus

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Der Spielbetrieb im künftigen Kinder- und Jugendtheater in Frankfurt beginnt schon interimsmäßig im Jahr 2020.

Schon im kommenden Jahr bespielen Gruppen das noch unfertige Kinder- und Jugendtheater im Zoo-Gesellschaftshaus. Unter dem Titel „Dreiklang“ sind drei verschiedene Veranstaltungsformate in Blöcken geplant, sagte Katharina Schröck vom Kulturamt Frankfurt bei einer Veranstaltung zum Kinder- und Jugendtheater im Zoo-Gesellschaftshaus am Freitag.

Im Rahmen des Kinder- und Jugendtheaterfestivals „Starke Stücke“ tritt die österreichische Gruppe „Das Planetenparty Prinzip“ im März mit „Space Maze Game“ auf. Dabei handelt es sich um ein partizipatives Projekt mit 60 Teilnehmern, die sich auf einem Generationen-Raumschiff zurechtfinden müssen. Das Stück soll achtmal laufen. Außerdem tagt der Verein Assitej, die internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, im März im Zoo-Gesellschaftshaus. Dabei soll auch über die künftige Leitung des Frankfurter Kinder- und Jugendtheaters diskutiert werden.

Vom 26. bis 29 Juni richtet die Interessengemeinschaft Paradiesvogel, ein Zusammenschluss der Kinder- und Jugendtheater in Frankfurt, verschiedene Vorstellungen zum Thema „Räume“ im Zoo-Gesellschaftshaus aus. Gespielt werde im Foyer, auf Treppen und unterwegs bei einem Audio-Walk in der Nachbarschaft, sagte die Dramaturgin Célestine Hennermann vom Verein Paradiesvogel, der sich in der Gründung befindet. Geplant sei auch ein „kulturpolitisches Picknick“ mit Kommunalpolitikern zum Kinder- und Jugendtheater.

Im Herbst 2020 lädt die Tanzplattform Rhein-Main die belgische Gruppe „Ultima Vez“ mit dem Stück „Invited“ in das Zoo-Gesellschaftshaus ein. Bei der Inszenierung steht eine 40 Meter lange Schlange, um die sich Teilnehmer gruppieren, im Zentrum.

Das Kulturdezernat hatte zur Veranstaltung am Freitag eingeladen. „Ich stelle mir ein Kinder- und Jugendtheater vor, dass ein offenes Haus für alle ist, in dem es ein Ensemble gibt und im Repertoirebetrieb gespielt wird“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Neben Neuproduktionen sollen Gastspiele und Festivals möglich sein. Gespielt werde das ganze Jahr - mit einer Theaterpause im Sommer.

Die Postkarten, die neugierig machen sollen auf das Theater, sind schon gedruckt. Ein Kind mit Löwenmähne, das die Finger zu einem Victory-Zeichen streckt, während es in einer Schubkarre steht, ist skizziert, darunter das Motto „Das Theater kommt“. Dies sei „Werbeauftritt und Schlachtruf“ zugleich, sagte Hartwig. Die Stadtverordneten hatte der Planung für das Kinder- und Jugendtheater im August zugestimmt. 3,5 Millionen Euro an Haushaltsmitteln stehen bereit.

Im Sommer 2020 soll ein Architektenwettbewerb die Ideen aus der „Massenstudie“ konkretisieren, sagte Andreas Schröder von der städtischen Museumsbausteine-Gesellschaft, die das Projekt koordiniert. Laut der Studie sind drei Theatersäle im Zoo-Gesellschaftshaus vorgesehen: ein großer Saal für bis zu 500 Zuschauer, ein kleiner Saal für 160 Zuschauer sowie das Fritz-Rémond-Theater mit 120 Plätzen. Zusätzlich sind Werkstätten, Büros, ein Multifunktionssaal und Ausstellungsräume für den Zoo vorgesehen. Die Sanierung des Zoo-Gesellschaftshauses kostet demnach bis zu 38 Millionen Euro, der Einbau des Theaters bis zu 14 Millionen Euro.

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