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Die Varianten für den Ausbau der U4.
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Die Varianten für den Ausbau der U4.

U4 von Bockenheim bis Ginnheim

Frankfurt: Initiativen gegen U-Bahn unterm Grüneburgpark

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der BUND und die Naturfreunde Frankfurt wollen einen Halt der U-Bahn-Linie U4 am Botanischen Garten.

In Frankfurt setzen sich vier Initiativen, die sich in der Person von Gisela Becker teilweise überschneiden, dagegen ein, dass die U-Bahn-Linie U4 künftig nicht direkt zum Campus Westend fahren soll.

Die Argumente, die der BUND Frankfurt, die Verkehrsinitiative Frankfurt22, die Naturfreunde Frankfurt und die Aktionsgemeinschaft Westend – in den beiden letzteren ist Gisela Becker aktiv – vorbringen, sind mehr oder weniger identisch.

Sie stellen fest, dass in der Variantenuntersuchung für den Lückenschluss der U4 von Bockenheim nach Ginnheim die Variante über den Botanischen Garten das beste Nutzen-Kosten-Verhältnis hat. Es liegt bei 3,1: Die Nutzen übersteigen die Kosten um das Dreifache.

Die Variante, die von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), der CDU, der SPD, der Linken und so halb auch von den Grünen im Römer sowie der Goethe-Universität, Asta und Präsidium, favorisiert wird, führt über den Campus Westend und bindet damit die Universität erstmals zentral ans U-Bahn-Netz an. Bei dieser Variante 3 übersteigt der Nutzen die Kosten um das Doppelte.

U4 von Bockenheim bis Ginnheim: Tram über den Reuterweg

Gegen die zentrale Erschließung des Campus Westend spricht laut Initiativen Folgendes: Der Tunnel wäre bedeutend länger. Beim Tunnelbau, also der Produktion von Zement für Beton, wird CO2 freigesetzt, was klimaschädlich ist. Der Tunnel soll sieben bis 17 Meter unter dem Grüneburgpark verlaufen. Das könne „immense Schäden“ an den alten Bäumen verursachen, mutmaßen die Initiativen. Wissenschaftlich untersucht wird die mögliche Wirkung der U-Bahn auf die Grundwasserströme in einer Studie des Umweltamtes, die zum Jahresende vorliegen soll.

Alle vier Initiativen, die vernetzt sind, wollen die Universität lieber direkt mit einer Straßenbahn anbinden. Dafür schlagen sie eine Strecke vom Platz der Republik über den Reuterweg vor.

Bis Ende der 1970er Jahre fuhr dort die Tram. Die damalige Nahverkehrsgesellschaft stellte sie aber ein, nachdem die U-Bahn in den Norden, heute U1 bis 3 und U8, fuhr.

Damals wurde der Doppelverkehr als gegenseitige Konkurrenz angesehen. Heute ist die U-Bahn-Strecke an ihrer Kapazitätsgrenze und könnte eine Entlastung vertragen. Die Linke im Römer will als einzige Fraktion explizit eine Straßenbahn auf dem Reuterweg.

U4 von Bockenheim bis Ginnheim: Station Holzhausenstraße ist ausgelastet

Die Variante 3 über den Campus Westend kostet 78 Millionen Euro mehr als die Variante 1a über den Botanischen Garten. Das Geld sollte laut Initiativen in die Straßenbahn auf dem Reuterweg investiert werden.

Der Fußweg von 700 Metern durch den Grüneburgpark zum Campus Westend sei den Studierenden und Mitarbeitenden der Universität zuzumuten.

Bis 2030 wird die Zahl der Mitarbeitenden und Studierenden auf dem Campus Westend um etwa 12 000 zunehmen. Die U-Bahn-Station Holzhausenstraße ist in Stoßzeiten schon jetzt überlastet.

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