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Die Theaterdoppelanlage in Frankfurt von 1963. Foto: dpa
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Die Theaterdoppelanlage in Frankfurt von 1963.

Kultur

Frankfurt: Initiative will für die Rekonstruktion des alten Schauspielhauses klagen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Freunde der Rekonstruktion des Schauspiels von 1902 zweifeln das städtische Rechtsgutachten an und wollen vors Verwaltungsgericht ziehen.

Ein Gutachten des Frankfurter Rechtsamts hatte das Bürgerbegehren für die Rekonstruktion des Schauspielhauses von 1902 am Willy-Brandt-Platz abgelehnt. Nun will die „Aktionsgemeinschaft Schauspielhaus“, die für die Rekonstruktion des Theaters nach Plänen von Heinrich Seeling wirbt, gegen das Gutachten vor das Verwaltungsgericht ziehen.

Die Rekonstruktionsbefürworter argumentieren, das historische Schauspielhaus sei während des Zweiten Weltkriegs nur beschädigt, nicht zerstört worden.

„Seilschaften“ unterstellt

Das Gutachten hatte diese Aussage als „Irreführung“ bezeichnet. Untersuchungen hätten gezeigt, dass heute noch 25 Prozent der Rohbausubstanz, zehn Prozent der Außenarchitektur, sieben Prozent der Baudekoration und ein Prozent der Inneneinrichtung erhalten seien.

Im Zweiten Weltkrieg seien weite Teile des Gebäudes ausgebrannt, was Luftbilder zeigten. 1949 wurden den Angaben zufolge der Zuschauerraum und das Foyer weitgehend entkernt. Das Bühnenhaus wurde bei der Errichtung der Drehbühne fast komplett abgerissen, der westliche Teil des Bühnenbereichs 1963. Die Ausstattung aus der Gründerzeit - Fußböden, Türen, Fenster, Wandverkleidungen, Leuchten - sei verloren, mit Ausnahme der Geländer in den Treppenhäusern zum zweiten Rang.

Zwar seien die historischen Fassaden der beiden Seitenansichten vom Traufgesims bis zur Oberkante des ersten Obergeschosses noch vorhanden, aber weitgehend überbaut. Einzig der Mittelteil der beiden Seitenfassaden sei noch zu sehen, in einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich. Authentische Oberflächen von 1902 gebe es nur noch in „fast unzugänglichen Installationsschächten“. Ein weiterer Grund für die Ablehnung des Bürgerbegehrens ist laut Rechtsamt eine fehlerhafte Kostenaufstellung.

Das will die Aktionsgemeinschaft nicht akzeptieren. Sie sprach von „Seilschaften“ der SPD-Kulturdezernentin Ina Hartwig ins Rechtsamt und bezeichnete den Stadtverordneten Thomas Bäppler-Wolf (SPD), der wieder in die Stadtverordnetenversammlung einzog, als „Politclown“.

Bäppler-Wolf entgegnete, in der Stadtverordnetenversammlung „gab und gibt es eine breite politische Mehrheit gegen den Wiederaufbau des im Krieg weitgehend zerstörten Schauspielhauses“. Daran hätten auch die Kommunalwahlen nichts geändert.

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