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Ein Modell des gewünschten Rathausturms.
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Ein Modell des gewünschten Rathausturms.

Stadtgeschichte

Frankfurt: Initiative sammelt für Wiederaufbau des alten Rathausturms

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Ein Initiative sammelt seit vier Jahren Geld für den Wiederaufbau des Rathausturms „Langer Franz“ am Römer. Zuspruch kommt vom Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Übereifer kann man Christoph Mäckler nun wirklich nicht vorwerfen. 2017 begann der renommierte Architekt mit dem von ihm gegründeten Neuen Brückenbauverein für den Wiederaufbau des alten Rathausturms zu werben. Im Herbst 2018 begann eine Spendenaktion, um eine Million Euro einzusammeln. Knapp drei Jahre später sind mehr als 300 000 Euro von 350 unterschiedlichen Leuten zusammengekommen. Allerdings nur, wenn die großzügige Spende in Höhe von 120 000 Euro von Unterstützer Konrad von Bethmann mit eingerechnet wird. „So eine Spendenaktion dauert eben“, bekennt Mäckler am Freitag.

Doch nun soll endlich Bewegung in die Sache kommen. Lust auf den „Langen Franz“, wie der 1944 bei einem Fliegerangriff zerstörte Rathausturm im Volksmund hieß, soll ein prunkvolles Holzmodell aus Birnbaum machen, das seit Freitag rechts vom Haupteingang des Römers zu bestaunen ist. Kostenpunkt des im Maßstab 1:50 angefertigten Modells: stattliche 24 000 Euro. In zwei Wochen soll die Spendenkampagne auf das Internet ausgedehnt werden. Interessierte können bei dem Crowdfunding Patenschaften für einzelne Bauelemente wie Dachziegel, Wappen oder Turmspitze übernehmen.

Der ursprüngliche Rathausturm zwischen Paulsplatz und Römer war 1905 entstanden und für Gäste schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof weithin als Wahrzeichen der Stadt sichtbar. Nach dem Krieg wurde der 70 Meter hohe Turm ohne Spitze, Erker und Schießscharten repariert und provisorisch mit einem Flachdach versehen. „Warum sitzen unsere Politiker immer noch in einer Ruine?“, fragt Mäckler und weist darauf hin, dass dem Römer ja noch ein weiterer Rathausturm, zwei Treppentürme und mehrere Giebel im Krieg abhanden gekommen waren.

Der „Lange Franz“ erhielt seinen Spitznamen vom damaligen Oberbürgermeister Franz Adickes, der während seiner Amtszeit (1891 bis 1912) sein Dienstzimmer in dem damals zweithöchsten Gebäude der Stadt hatte.

Sein heutiger Amtskollege Peter Feldmann (SPD) will nicht in den Turm ziehen, unterstützt die Aufbauaktion aber schon seit 2017. „Wir merken, dass das Interesse an Stadtgeschichte in Frankfurt größer geworden ist“, sagt Feldmann mit etwas weniger Enthusiasmus als Mäckler. Wenn die eine Million Euro zusammengespendet ist, soll die Stadt Frankfurt eine weitere Million oder noch ein bisschen mehr dazugeben, damit der Turm wieder aufgebaut wird. Die grundsätzliche Bereitschaft dazu habe er von allen Parteien erfahren, sagt Mäckler, außer bei Volt, die habe es bei seinen Sondierungsgesprächen noch nicht gegeben.

Einen Zeitplan für die Wiedererrichtung des Turms hat Mäckler laut eigener Aussage noch nicht, aber einen langen Atem, betont er.

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