Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Gesundheit beginnt bei der Ernährung. Frisches Gemüse kann nicht schaden. Foto: Renate Hoyer
+
Die Gesundheit beginnt bei der Ernährung. Frisches Gemüse kann nicht schaden.

Gesundes Leben

Frankfurt: In Bewegung bleiben

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
    schließen

Auf der zweiten Stadtgesundheitskonferenz geht’s um Pandemie und generelles Wohlbefinden. Impfzentrum an der Messe bleibt erhalten.

Das Corona-Impfzentrum an der Frankfurter Messe bleibt der Stadt erhalten. Eigentlich sollten alle hessischen Impfzentren im September schließen. Frankfurt baut aber nur um. Am 19. und 20. September ist zu, danach ist die Impfstraße in Halle 1 der Messe zu finden, nicht mehr in der Festhalle. Das hat Manuela Schade vom Gesundheitsamt auf der zweiten Frankfurter Stadtgesundheitskonferenz am Mittwoch, 8. September, bekräftigt.

Rund 100 Menschen haben sich auf Einladung der Stadt bei der Konferenz versammelt, wegen Corona virtuell. Die Frankfurt University of Applied Sciences stellt Präsentationsräume und Technik. Vertreterinnen und Vertreter von Familienzentren sind da, von Beratungseinrichtungen, von Stadt, Hochschule, Krankenkasse, Jugendarbeit.

Die Konferenz soll das Segment Gesundheitsvorsorge besser vernetzen und neue Initiativen und Projekte auf den Werg bringen. Das hat bei der ersten Auflage 2018 gut funktioniert – bis zur Pandemie 2020. So steht die zweite Konferenz nun unter dem Motto „Gut geht’s in Zeiten von Corona?!“.

Wie kann das gehen, das ist die Frage – wenn die Menschen sich nicht versammeln dürfen, nicht austauschen, nicht miteinander Sport treiben, wo die Arbeit der Sozialberatung, der Jugendhäuser eingeschränkt ist, wo bei manchen Menschen der einzige Zeitvertreib im Kühlschrank zu finden ist oder im Internet, wo Influencer fragwürdige Körperbilder und Lebensziele zur Schau stellen.

Zunächst habe Corona noch bewusster werden lassen, wie wichtig Gesundheitsförderung ist, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Der Magistrat werde sich künftig stärker um das Thema kümmern, kündigt er an. Gesundheit werde Querschnittsaufgabe in allen Dezernaten. Die Stadt fördert auch die Projekte der „Gut geht’s“-Kampagne weiter. Trotz oder gerade wegen Corona. Einige der 26 beteiligten Projekte präsentieren sich auf der Konferenz, laden in virtuellen Nebenräumen zur Diskussion ein.

Das Kinder- und Familienzentrum Morgenstern der Caritas in Ginnheim zeigt, wie Kontakthalten in der Pandemie möglich ist. Mit einer mobilen Kaffeebar, an der Gäste nicht nur plaudern, sondern sich beraten lassen.

Hilfe bei Essstörungen oder Übergewicht bietet die Telefonhotline des Vereins Balance aus dem Ostend an. Während der Pandemie hat Geschäftsführerin Jutta Kolletzki einen erhöhten Beratungsbedarf erkannt. Zweimal die Woche zwei Stunden gibt der Verein Kindern, Jugendlichen und Eltern am Telefon Erste Hilfe und Info zu weiterer Beratung. Um Medienkompetenz kümmert sich das Medien Studio Bornheim der Familienhilfe. Influence Yourself heißt es da, Kinder und Jugendliche sollen selbst coole Videos drehen, anstatt den Influencerinnen und Influencern zu folgen.

Neben der Förderung von Bewegung und Beratung gehört auch die Chancengleichheit ins Programm der Stadtgesundheit. Kinder in sozial benachteiligten Haushalten leben ungesünder.

Das Gesundheitsamt hat auch eine Untersuchung fertig, die belegt, dass Menschen in benachteiligten Sozialräumen häufiger und schwerer an Corona erkranken. Rund 35 000 Fälle hat das Amt ausgewertet. In Stadtteilen mit günstiger Sozialstruktur, wie Nieder-Erlenbach, Westend-Süd, Harheim, Dornbusch gibt es vergleichsweise wenige Erkrankte. Im Gutleut, Sossenheim, Höchst oder Preungesheim mehr. Auch die Hospitalisierungsrate ist höher. Die Erkenntnisse will die Stadt nutzen, um in diesen Stadtteilen bessere Aufklärung zur Impfung zu bieten, nebst niedrigschwelligen Impfangeboten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare