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Die Saxophonistin Ulrike Schwarz wird mit zwei anderen Musikern unter den Bögen der Untermainbrücke improvisieren.
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Die Saxophonistin Ulrike Schwarz wird mit zwei anderen Musikern unter den Bögen der Untermainbrücke improvisieren.

Umsonst und draußen

Frankfurt: Improvisationen am Mainufer

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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So klingt die Stadt mal ganz anders: Das Forum Improvisierter Musik F.I.M. bietet mit „Raumbespielung #3“ Musik und Tanzperformance an viel begangenen Orten.

Wie klingt Musik, wenn sie unter den mächtigen Bögen der Untermainbrücke gespielt wird? Auf jeden Fall ganz anders als in einem Saal oder in einer Kirche – davon ist Jürgen Werner überzeugt. „Wir haben mal im Dreikönigskeller und dann in der Katharinenkirche gespielt – das waren zwei völlig verschiedene Konzerte“, sagt er.

Die Untermain- und die Alte Brücke, dazu Museumsfoyers oder auch das gotische Südportal des Frankfurter Doms sind einige der Orte entlang des Mainufers, die Werner und Mitinitiator Christof Krause für einen besonderen Musikabend ausgewählt haben. 17 Musiker:innen, davon einige aus Berlin oder Speyer angereist, improvisieren am jeweiligen Ort von 19 Uhr an eine halbe Stunde lang, treffen sich dann mit drei Tänzerinnen zu einer zweiten Performance auf dem Eisernen Steg und ziehen schließlich für ein gemeinsames Konzert in den Hof des Museums Angewandte Kunst. Passant:innen können einen Spaziergang am Fluss machen und hören, ob und wie sich die Klänge an den einzelnen Orten unterscheiden, wie sich die Geräusche der vorbeifahrenden Autos und Schiffe, Glockengeläut oder das Quietschen spielender Kinder mit den Improvisationen mischen und eine ganz eigene Klangwelt schaffen.

Konzerte mit improvisierter Musik und Tanz

Das Forum Improvisierter Musik (F.I.M.) bietet am kommenden Mittwoch, 7. Juli, von 19 Uhr an eine Musik- und Tanzaktion am Mainufer in der Frankfurter Innenstadt zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke - bei jedem Wetter, wie Veranstalter Jürgen Werner betont.

Die 17 Musiker:innen improvisieren unter anderem im Kreuzgang des Karmeliterklosters (Institut für Stadtgeschichte), vor dem Filmmuseum, in der Leonhardskirche, am Südportal des Doms oder unter den Bögen der Alten Brücke.

Um 19.30 Uhr ziehen alle zum Eisernen Steg, wo sich um 19.45 Uhr improvisierte Musik und improvisierter Tanz treffen. Um 20.10 Uhr geht es weiter zum Museum Angewandte Kunst (MAK), in dessen Hof von 20.30 Uhr an nochmals gespielt wird.

Das genaue Programm ist zu finden unter www.fim- m.de. Das Zuhören ist kostenlos. aph

Es ist bereits die dritte „Raumbespielung“, die Werner und Krause und ihr „Forum Improvisierter Musik“ (F. I. M.) anbieten – 2020 erklangen die Improvisationen an besonders unwirtlichen Plätzen, an „Un-Orten“ wie dem Theatertunnel, wo sich kaum ein Mensch freiwillig aufhält, wo sonst wohl selten bis niemals Musik gemacht wird.

Die für den 7. Juli ausgewählten Stellen sind da weit attraktiver, hier stehen auch mal Straßenmusiker. Für die Raumbespielung, darauf legt Werner großen Wert, habe man aber ausschließlich Profis engagiert. Eine ist die Saxofonistin Ulrike Schwarz, die auch an der Frankfurter Musikhochschule unterrichtet.

Sie hat bereits an den ersten beiden Raumbespielungen teilgenommen und tritt am Mittwoch gemeinsam mit dem bekannten Posaunisten Christof Tewes und der Sängerin Silvia Sauer unter der Untermainbrücke auf Sachsenhäuser Seite auf. Alle haben schon gemeinsam musiziert, aber noch nie in dieser Formation. „Oft ist es am schönsten, wenn man das erste Mal zusammen spielt“, sagt sie.

Wie bereitet man sich auf improvisierte Musik vor? Das sei durchaus komplex, meint die Saxofonistin. „Man braucht sozusagen ein allgemeines Fitnesstraining mit seinem Instrument, damit man die Klänge parat hat, die man spüren möchte.“

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