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Corona

Zweite Impfung im AWO-Zentrum in Frankfurt - Immunität in Sicht

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Trotz der zweiten Impfung für das Personal und die Bewohner:innen im Frankfurter August-Stunz-Zentrum wird es dort vorerst keine Normalität geben. Ansteckungen sind weiter möglich.

  • Bewohner:innen sowie Pfleger:innen im AWO-Zentrum in Frankfurt erhalten zweite Corona-Impfung.
  • Nach sieben Tagen sind sie gegen das Coronavirus geschützt.
  • Trotzdem gelten weiterhin Hygienemaßnahmen und Besuchseinschränkungen.

Frankfurt – Mit versierten Handgriffen streift sich Philip Dreisbach die blauen Einmalhandschuhe über seine beiden Hände. Dann desinfiziert der Arzt den Arm des Mannes, der vor ihm auf dem Stuhl sitzt. Als nächstes spritzt Dreisbach den Corona-Impfstoff in den Arm des Mannes. Zum Abschluss gibt es noch ein Pflaster auf die Einstichstelle. 60 Menschen erhielten am Montag im August-Stunz-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt ihre zweite Corona-Impfung. In sieben Tagen werden diese Personen nun vor einem schwerwiegenden Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 geschützt sein.

„Die Zweitimpfung geht schneller“, sagt der 27-jährige Philip Dreisbach. Er ist Teil des dreiköpfigen mobilen Impfteams der Malteser Frankfurt, das an diesem Tag die Impfungen im AWO-Zentrum am Röderbergweg vornimmt. Anders als bei der ersten Impfung müssen keine Anamnesebogen ausgefüllt werden, die Abläufe sind bereits bekannt. Ein Aufklärungsgespräch gibt es dennoch. Gemeinsam mit Kollegin Liesenn de Sousa klärt Dreisbach ab, ob es nach der ersten Immunisierung Impfreaktionen oder Beschwerden gab. Einige sagen an diesem Tag, dass sie gar nichts hatten, andere berichten von Schmerzen in dem Arm, in den sie die Spritze erhalten hatten.

Arzt Philip Dreisbach (l.) verabreicht einem AWO-Mitarbeiter dessen zweite Corona-Impfung.

Corona-Impfung in Frankfurt: Nebenwirkungen wie Schmerzen im Arm und Kopfschmerzen möglich

All das deckt sich mit Dreisbachs Praxiserfahrung. Am häufigsten würden Nebenwirkungen wie eben Schmerzen im Arm, Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit auftreten, sagt er. Auch Menschen, die Blutverdünner bekommen, hätten keine Probleme mit Nachblutungen an der Einstichstelle – die Nadeln der Spritzen seien eben sehr dünn.

Nach der Impfung bekommen die Geimpften ihren aktualisierten gelben Impfausweis mit. Zurück bleibt der sogenannte Laufzettel, auf dem alles Wichtige vermerkt ist; etwa die Uhrzeit, Impfcharge oder die letztmaligen Nebenwirkungen. Die Zettel gehen später zur Dokumentation in das Frankfurter Impfzentrum in der Festhalle.

Vor dem Impfzimmer warten am späten Vormittag die Bewohnerinnen und Bewohner in Frankfurt geduldig auf ihre zweite Dosis. Marie-Luise Elvers ist dabei. Die 83-Jährige erzählt, dass sie keinerlei Schmerzen nach der ersten Spritze gehabt hatte. „Vielleicht, weil ich keine Angst hatte“, sagt sie.

Der Impfausweis wird aktualisiert.

AWO-Zentrum in Frankfurt: Wegen Corona gelten trotz Impfung beschränkte Besuchsmöglichkeiten

Sabine Kunz, Leiterin des August-Stunz-Zentrums in Frankfurt, blickt an diesem Tag bereits auf den Mittwoch. Dann sollen 182 Menschen in der Einrichtung ihre erste Impfung bekommen. Drei Impfteams werden zeitgleich vor Ort sein. Ein unglaublicher Organisationsaufwand für die AWO, sagt der Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Kreisverbands Steffen Krollmann. Bis auf wenige Ausnahmen seien dann alle Bewohnerinnen und Bewohner im Haus geimpft. Beim Personal gebe es dann ebenfalls eine hohe Abdeckung von 90 Prozent.

Zentrumsleiterin Sabine Kunz sagt aber auch: „Wenn alle bei uns geimpft sind, werden wir noch keine Normalität haben.“ Erst wenn die Impfabdeckung in der restlichen Bevölkerung steige, könne sich etwas ändern. Das Personal und die Bewohner:innen könnten immer noch andere anstecken, da die Impfung nur den Verlauf der Infektion abmildere, sie aber nicht komplett verhindern könne. „Zu glauben, man impft und dann sei alles gut, ist eine Illusion“, sagt Krollmann. Kunz ergänzt: „Wir werden nach dem Impfen alles so beibehalten, wie es jetzt ist.“ Das heiße für das AWO-Zentrum in Frankfurt unter anderem Hygienemaßnahmen, Besuchserfassung und beschränkte Besuchsmöglichkeiten. (Steven Micksch)

Rubriklistenbild: © Christoph Boeckheler

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