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Immer wieder sammelt sich Sperrmüll an, für den sich niemand zuständig fühlt.
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Immer wieder sammelt sich Sperrmüll an, für den sich niemand zuständig fühlt.

Abfuhren in den Siedlungen

Frankfurt: Immer wieder Probleme beim Sperrmüll

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Die FES hat bei der Sperrmüllabfuhr auch mit Schadstoffen zu tun. Doch es gibt auch andere Gründe, warum es mit der Abholung manchmal nicht klappt.

Große Sperrmüllberge, die oftmals tage- oder wochenlang liegen, ohne abgeholt zu werden, sind immer wieder ein Ärgernis, über das sich Anwohnende beschweren. Häufig wachsen die Müllhügel weiter an, ein Problem, dass es in Frankfurt häufig zu beobachten gibt. Doch warum kommt es immer wieder zu solchen Situationen? Die FR hat beim städtischen Müllentsorger FES nachgefragt.

Drei Beispiele erreichten die Redaktion in den zurückliegenden Wochen. Immer handelte es sich um Fälle, die die Siedlungsabfuhren betreffen. Diese erfolgen zu festen Terminen alle vier Wochen. Ein Leser beklagt sich, dass in der Sigmund-Freud-Straße ein Müllberg seit Wochen anwachse. Auf Bildern sieht man, wie Matratzen, Stühle, Bretter und weitere Dinge auf mehreren Metern Länge auf einer Wiese liegen. Die Fahrzeuge der FES würden dort vorbeifahren, ohne die kritische Lage zu bemerken, behauptet der Leser.

Ein weiterer Kritikpunkt ist ein extra eingezäunter Sperrmüllplatz, den die Hausgemeinschaft in der Niederbornstraße 2 geschaffen hat. Jetzt liege der sperrige Müll zwar nicht mehr auf Rasen oder Gehweg, aber abgeholt würde er trotzdem nicht. Seit drei Terminen würde der eingezäunte Bereich nicht geleert werden.

Eine Leserin ergänzt die Liste durch die Situation am Hammarskjöldring. Auf einem Platz ziemlich am Ende der Straße sammeln sich Elektrogeräte, Holz und Metallteile. Der Müll versperrt dabei auch einige Parkflächen und ragt teilweise auf den Gehweg. „Immer wieder kommt es vor, dass der Sperrmüll nicht abgeholt wird“, schreibt die Frau. Mal wisse die FES nichts von der Lage, mal sei die Zusammensetzung des Mülls nicht richtig. Und damit wird ein wichtiger Punkt angesprochen.

„Immer wieder gibt es Störstoffe in Sperrmüllbergen, die dort nicht hingehören“, sagt eine FES-Sprecherin. So sei häufig Restmüll in den Haufen zu finden, der eigentlich in die Schwarze Tonne gehöre. Auch Farben, Lacke, Türen oder sanitäre Einrichtungen zählen nicht zum Sperrmüll. Sie müssen separat entsorgt werden, beispielsweise beim Schadstoffmobil oder dem Wertstoffhof Nord.

Mancher Müll bleibt liegen

In der Regel würden die Kollegen aber den Sperrmüll mitnehmen und die anderen Stoffe zurücklassen, so die Sprecherin. Bei den Siedlungsabfuhren würde dann die zuständige Wohnungsbaugesellschaft informiert, damit die Schadstoffe anderweitig entsorgt werden. Bei privaten Sperrmüllanmeldungen bekommt die Person eine entsprechende Mitteilung, die den Sperrmüll angemeldet hat.

Weil nicht nur die Anwohner:innen den Sperrmüll aufhäufen, sondern nicht selten auch Fremde in Nacht- und Nebelaktionen etwas dazustellen, empfiehlt die FES, erst am Tag der Abholung den Sperrmüll vors Haus zu stellen.

Häufig seien auch zugestellte Zugangswege zu den Sperrmüllhaufen ein Problem. Manchmal können die FES-Müllfahrzeuge auch einfach nicht parken. Gerade in diesem Fall würden die Sammelteams aber wiederkommen und schauen, ob sich die Parksituation für die Fahrzeuge geändert habe.

Bei den Sperrmüllkäfigen kann die Gefahr bestehen, dass der Sperrmüll zu abenteuerlich gestapelt wird und dann die Gesundheit der FES-Mitarbeiter gefährdet ist, wenn sie den Müllberg abtragen. Dann bleibt der Müll durchaus zurück.

Im Fall des eingezäunten Sperrmüllplatzes in der Niederbornstraße, sagt die FES, war eine Leerung erfolgt. Allerdings stand bereits kurze Zeit später wieder Sperrmüll im Käfig, der dann wohl beanstandet wurde. In allen drei geschilderten Fällen reagierte die FES allerdings zeitnah und holte den Sperrmüll noch vor Erscheinen dieses Artikels ab.

„Wir haben uns regelmäßig mit den Wohnungsbaugesellschaften in großen Runden getroffen und über Verbesserungen bei der Sperrmüllsammlung gesprochen“, sagt die Sprecherin. Durch Corona sei dies aber vernachlässigt worden. Vonseiten der FES wolle man diese Runden jetzt gern wieder aufleben lassen, um den Service, aber auch das Verhalten der Anwohner:innen zu verbessern.

Generell gehe es der FES darum, die Bürgerinnen und Bürger für die Problematik zu sensibilisieren. „Es wäre traumhaft, wenn der Sperrmüll bereits in drei Teile aufgeteilt wäre: Elektrogeräte, Metall und Holz sowie ein Haufen für den Rest.“ Das würde die Arbeit der FES-Männer und -Frauen gleich einfacher machen.

Beschwerden und Anregungen nimmt die FES unter ihrer Servicehotline Telefon 0800 / 200 800 710 entgegen.

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