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Das Bolongaro-Museum und das Porzellanmuseum sollen Bolongaropalast in Höchstunterkommen. Foto: Christoph Boeckheler
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Das Bolongaro-Museum und das Porzellanmuseum sollen Bolongaropalast in Höchstunterkommen.

Frankfurt-Höchst

Frankfurt: Im Bolongaropalast droht ein Baustopp

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadtverordneten sollen kurzfristig Millionen für den Bolongaropalast in Frankfurt-Höchst bereitstellen, ohne den Ortsbeirat zu hören.

Susanne Serke war erbost, als sie am Dienstagabend das Mikrofon beim Haupt- und Finanzausschuss im Römer ergriff. Etwa 24 Stunden sei es her, sagte die Ortsvorsteherin, da habe der Ortsbeirat 6 im Frankfurter Westen zwei Vorträge des Magistrats erhalten.

Ein Vortrag zu Mehrkosten für die Sanierung des Bolongaropalastes von etwa elf Millionen Euro. Der andere zum Einbau des Bolongaro-Museums mit Porzellanmuseum in den barocken Palast aus den Jahren 1772 bis 1775 in Höchst. „Wir haben ein Jahr lang auf Antworten vom Magistrat auf unsere Fragen gewartet.

Amtsleiter drängt auf Entscheidung

Und nun sollen zwei Vorträge in kürzester Zeit beschlossen werden, ohne den Ortsbeirat zu hören?“, fragte sie. Die Kosten sollen von knapp 39 auf 50 Millionen Euro steigen. Das Bauende soll im Sommer 2023 sein.

Tarkan Akman, der Leiter des Amts für Kommunikation und Stadtmarketing, versuchte, die Eile zu erklären. „Wir brauchen einen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung am 9. Dezember, sonst droht ein Baustopp im Bolongaropalast.“ Das Budget für die Sanierung, die 2017 begonnen hatte und eigentlich Ende 2020 fertig sein sollte, sei verbraucht. Nun müssten unter anderem Schreinerarbeiten beauftragt werden.

CDU sieht Überforderung beim Bauherrendezernat

„Warum haben Sie die Vorträge nicht vor sechs oder acht Wochen in den Geschäftsgang gegeben, damit der Ortsbeirat gehört werden kann?“, wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler wissen. Er vermutet eine „Überforderung beim Bauherrendezernat“ - also beim zuständigen Dezernat I von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Kößler äußerte Unverständnis, dass Mittel aus dem Programm Schöneres Frankfurt zweckentfremdet werden sollten.

Die Mittel aus dem Programm würden sonst verfallen, beschwichtige Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne), der für die Zustimmung warb. Wer nicht zustimme, dürfe im nächsten Jahr nicht über den Baustopp klagen, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Die Abstimmung wurde auf den Ältestenausschuss am Donnerstag vertagt.

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