Bürgerdialog

Frankfurt: Ideen für den Frieden

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Die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) veranstaltet am Samstag einen Bürgerdialog in der Stadtbücherei.

Insgesamt sind 127 Fragen zusammengekommen. 127 Fragen, die hessische Schüler bei der Vorbereitung auf die „Frankfurter Ideen für den Frieden“ formuliert haben. Die Veranstaltung der Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) soll ein Dialog zwischen Experten aus der Wissenschaft und allen interessierten Frankfurter Bürgern sein.

Hierfür wurden sechs Themenschwerpunkte formuliert. Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Radikalisierung, Klima und Sicherheit, Deutschland im UN-Sicherheitsrat, die nukleare Weltordnung und autonome Waffensysteme. Jedes dieser Themen wurde im Vorfeld von Schülern an unterschiedlichen Schulen in Zusammenarbeit mit ihren Lehrern bearbeitet. Anschließend formulierten die Schüler Fragen, die sie von den Experten beantwortete haben möchten. Am kommenden Samstag sollen dann einige dieser Fragen beantwortet und im Plenum diskutiert werden.

Wissensübertragung als Ziel

Die Fragen lauten beispielsweise: „Wieso ist gesellschaftlicher Zusammenhang so wichtig?“ oder: „Ist eine Welt ohne Atomwaffen vorstellbar?“

Das übergeordnete Ziel der Veranstaltung soll der Wissenstransfer zwischen Experten und Bürgern sein. Barbara Dörrscheidt, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der HSFK, sagt: „Wir möchten mit solchen Veranstaltungen Impulse von den Bürgern bekommen. Was denken sie? Beziehungsweise: Was wünschen sie sich?“ Die Bürgernähe ist auch der Grund, der das Institut dazu brachte, seine Veranstaltung in der Zentralbibliothek der Stadtbücherei abzuhalten. „Die Bücherei ist mitten in der Stadt, dadurch erhoffen wir uns eine besondere Bürgernähe“, so Dörrscheidt.

Lesen und schmücken

Neben der eigentlichen Veranstaltung rund um den Bürgerdialog wird am 30. November ein kleines Rahmenprogramm in der Stadtbibliothek geboten. Es gibt ein gemeinsames Vorlesen für Kinder; hier werden Kindergeschichten präsentiert, die im weitesten Sinne mit den Themen Krieg und Frieden zu tun haben. Außerdem wird es ein gemeinsames Weihnachtsbaumschmücken geben, bei dem Besucher Origami-Friedenstauben basteln können, um diese mit ihren Wünschen und Gedanken zum Thema Frieden zu beschriften und in einen Weihnachtsbaum zu hängen.

Die Veranstaltung gab es bereits im letzten Jahr, damals aber noch weniger dialogorientiert. Das will man in diesem Jahr ändern: „Wir haben uns vorher überlegt, was die großen Themen sind, die die Gesellschaft umtreiben. Über diese Themen möchten wir nun mit den Frankfurter Bürgern sprechen“, sagt Dörrscheidt.

Die Zielgruppe der Veranstaltung ist groß. „Hier soll jeder etwas mitnehmen können. Leute, die sich ansonsten nicht mit Politik beschäftigen, aber auch Leute, die voll im Thema sind“, sagt Dörrscheidt. Die Veranstaltung „Frankfurter Ideen für den Frieden“ findet am 30. November in der Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, statt. Beginn ist 13 Uhr, das Ende ist für 16 Uhr angedacht. Der Eintritt ist frei.

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