Max, Patrick und Madeleine backen Pizza im Coloradopark. privat

Abenteuerspielpätze in Frankfurt

Frankfurt: Hütten mit Hygienekonzept

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Die drei großen Anlagen des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald bieten Platz zum Toben und Bauen.

Die Sommerferien sind da! Auf die Malediven oder in die USA werden aber wohl nicht so viele Frankfurter reisen. Da ist es gut, dass wenigstens die Abenteuerspielplätze der Stadt geöffnet haben. Western-Atmosphäre bietet der Colorado-Park. Urige Holzhütten auf Stelzen sind im Bauspielplatz Günthersburg machbar.

Rainer Falk ist entsprechend außer Atem. Im Hintergrund hämmern die Besucher fleißig, im Vordergrund erläutert der Leiter der Günthersburg noch einmal das Hygienekonzept. „Bei uns verteilt es sich ganz gut“, sagt er. 3500 Quadratmeter umfasst das Areal im Nordwesten des Günthersburgparks. Falk ist froh, dass sich wieder Kinder dort tummeln. „Corona hat sie arg gebeutelt“, sagt der Pädagoge. „Jetzt können sie wieder toben.“

100 Personen dürfen gleichzeitig aufs Gelände. Sie müssen Namen und Anschrift hinterlegen. Im Fall des Falles wäre eine Infektionskette nachzuvollziehen. Nach vier Wochen wandern die Zettel in den Papierkorb. Die Besucher teilen sich in 20-köpfige Gruppen auf, damit nicht so viele Kontakte durcheinander möglich sind. Dafür dürfen sie auf Mundschutz verzichten. Sie spielen ja auch draußen. Die Mitarbeiter desinfizieren das Bauwerkzeug so oft es geht. Ansonsten stehen Möglichkeiten zum Händewaschen bereit.

Ferienprogramm

Die drei Anlagendes Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald bieten gesondertes Ferienprogramm an. Geöffnet haben sie : Mo. bis Fr., 11 bis 19, Sa. 14 bis 18 Uhr. Info unter Telefon 069 / 90 47 50 70. Oder im Internet:
www.abenteuerspielplatz.de

AbenteuerspielplatzGünthersburg, Wetteraustraße 41, Nordend. Telefon 069 / 4 69 20 40. Colorado Park, Raimundstraße Ginnheim. Telefon 069 / 56 16 42. Abenteuerspielplatz Riederwald, Volgersbrunnenweg 7, Telefon 069 / 42 10 50. sky

Das Konzept ist lang erprobt. Der Verein Abenteuerspielplatz Riederwald hat seine drei großen Anlagen bereits Anfang Juni wieder geöffnet, erzählt Vorsitzender Michael Paris. Also die Günthersburg, den Riederwald und den Colorado-Park. Die Corona-Pandemie hat den Verein weniger belastet als andere. „Die Stadt bezuschusst die Abenteuerspielplätze“, erklärt Paris. Darum mussten die Mitarbeiter, ebenso die festangestellten Kräfte der Spielmobile, nicht in Kurzarbeit gehen. Statt dessen sind sie „zur Arbeit gegangen“. Mit Einschränkungen. Im Lockdown die Kinder ständig wegschicken zu müssen, habe wehgetan. Die Pädagogen haben sich mit Reparaturen getröstet, vieles frisch gestrichen, die Hecken geschnitten.

Als schließlich alles ausgebessert war, hat der Verein probeweise wieder eröffnet. „Da hatten wir genug“, sagt Paris.

Holger Weigel und Charlotte Behrmann haben ihren Dienst im Colorado-Park neu angetreten. Ihre Vorgänger hatten den Verein im Herbst verlassen. Die Suche nach Personal zog sich ein bisschen. „Fluktuation ist in diesem Bereich normal“, sagt Paris. Jetzt seien alle drei Plätze mit einem zweiköpfigen Team versehen. Für großen Andrang stehen zudem Honorarkräfte bereit

Der Vorsitzende kann der Corona-Pandemie gar eine winzige positive Seite abgewinnen. Weil sich alle Besucher registrieren müssen, „bekommen wir endlich eine belastbare statistische Auswertung über die Besucherzahlen“. Paris feixt. Vielleicht bringe ihn das gegenüber der Stadt in eine besser Verhandlungsposition, was die Zuschüsse angehe.

Im Juni waren es rund 70 Besucher am Tag, jeweils, bei allen drei Plätzen. „Da waren noch keine Ferien.“ Nun rechnet der Vorsitzende mit etwa 200 Gästen am Tag, wobei die nicht alle gleichzeitig kommen, sondern über den Tag verteilt. Dafür haben die Abenteurer auch die Öffnungszeiten ausgeweitet. Die einzelnen Plätze bieten eigene Ferienprogramme an.

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